BĂRSENLEXIKON ARTIKEL
Entwicklungsverfahren, iteratives (iterative development process)
Eine Rating-Agentur gibt gegen Bezahlung unverbindliche Zwischenurteile ĂŒber die ihr von einer Zweckgesellschaft vorgelegten Verbriefungspapiere ab. Dadurch besteht die Möglichkeit, das Papier in Richtung der gewĂŒnschten endgĂŒltigen Rating-Note zu verĂ€ndern. In diesem Verfahren sahen einige einen Interessenskonflikt bei den Rating-Agenturen zwischen Beratung und Benotung. Rating-Anpassung, Rating-Stufung. EONIA: Euro Over Night Indexed Average. Tagesgeldsatz fĂŒr den EUR im Interbanken- Geldhandel, der auf der Grundlage von Daten errechnet wird, die von einer reprĂ€sentativen Auswahl von Banken in der EU zur VerfĂŒgung gestellt werden. Der Zinssatz wird von der EZB tĂ€glich veröffentlicht und ist auch im Anhang "Statistik des Euro-WĂ€hrungsgebiets" (Rubrik "FinanzmĂ€rkte") in seinem Verlauf ausgewiesen. Siehe Geldmarktoperationen, Mindestbietungssatz, Tagesgeldsatz. Vgl. auch Monatsbericht der EZB vom Juni 2001, S. 31 ff. (ĂŒber den Informationsgehalt dieses Zinssatzes), Monatsbericht der EZB vom Februar 2005, S. 69 ff. (zur Interdependenz der SĂ€tze), GeschĂ€ftsbericht 2006 der Deutschen Bundesbank, S. 34 (EONIA-Spread). EONIA-Swap: Unter Swaps sind hier TauschgeschĂ€fte zwischen institutionellen Marktteilnehmern zu verstehen. Der EONIA-Swap im besonderen ist ein Zinstausch auf der Grundlage von Tagesgeld, bei dem feste gegen variable Zinsen getauscht werden. Die Laufzeiten der GeschĂ€fte geht bis zu zwei Jahren. Vgl. zur Entwicklung des Satzes den Jahresbericht 2001 der EZB, S. 73 f.

