
Es lässt sich jedoch beobachten, dass unabhängig vom heutigen Eröffnungskurs der gestrige Schlusskurs häufig weiterhin eine wichtige Orientierungsmarke für viele Marktteilnehmer bleibt, was nicht selten dazu führt, dass ein entstandenes Gap im Laufe des Handelstages vom Kursverlauf geschlossen wird. Der Markt tendiert also oft dazu, eine bereits entstandene Kurslücke im Nachhinein wieder zu „schließen“.
Im Bild sehen wir den typischen Verlauf eines Kurses beim Schließen einer Kurslücke.
Leider erfolgt dieses „Schließen“ der Kurslücke nicht immer und wenn, dann auch
nicht zu einer bestimmten Uhrzeit. Es kommt vor, dass der Markt sich während seines Verlaufes noch wesentlich weiter vom Schlusskurs des gestrigen Tages entfernt, bevor er die angesprochene Kurslücke schließt.
Spekuliert man nun auf ein Schließen der Kurslücke, kann es also durchaus zu vorübergehenden Verlustpositionen kommen, die von ihrer Größe her den maximalen Gewinn bei Eintreffen einer Kurslückenschließung weit übersteigen. Aus diesem Grund muss der Handel von Gaps als hochspekulativ eingeordnet werden, wenngleich auch in vielen Märkten die Schließung solcher Kurslücken bei über 50% liegt.
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