BÖRSENLEXIKON ARTIKEL

Gearing

Gearing

Gearing heißt auf Deutsch Verschuldungsgrad. Er ist ein Indikator fĂŒr die Verschuldung eines Unternehmens und spiegelt das VerhĂ€ltnis zwischen dem aufgenommenen Fremdkapital und dem Eigenkapital des Unternehmens wider. GrundsĂ€tzlich gilt: Je höher der Verschuldungsgrad, desto grĂ¶ĂŸer die Risiken, die ein Unternehmen eingegangen ist. Dabei muss ein hoher Verschuldungsgrad nicht zwangslĂ€ufig als negativ gewertet werden und auch Verbindlichkeiten sind nicht grundsĂ€tzlich abzulehnen, sofern der Zinsdienst nicht ĂŒbermĂ€ĂŸig an den Gewinnen zehrt. Manchmal ist die Aufnahme von Fremdmitteln fĂŒr ertragssteigernde Investitionen durchaus sinnvoll, was im Umkehrschluss dazu fĂŒhrt, dass auch ein zu geringer Verschuldungsgrad negativ von der Börse aufgefasst werden kann.