LiquiditĂƒÆ’Ă‚Â€t, Sinne

LiquiditÀt (liquidity)

Veröffentlicht: 15.04.2008 um 00:20 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller (Chefredaktion)

Im engeren Sinne Zentralbankgeld, bei der EZB auch Basisgeld genannt

Im engeren Sinne Zentralbankgeld, bei der EZB auch Basisgeld genannt. Im weiteren Sinne Zentralbankgeld plus Devisen plus sofort einlösliche Geldmarktpapiere; die beiden letzten Posten werden dann "potentielle LiquiditĂ€t" (potential liquidity) genannt. 3 In Bezug auf FinanzmĂ€rkte die Möglichkeit, Wertpapiere oder andere Werte (financial assets) leicht, rasch und zu möglichst geringen Spesen zu kaufen (verkaufen) oder in Bargeld umzuwandeln. 4 In einer anderen Bedeutung versteht man unter LiquiditĂ€t (solvency) die FĂ€higkeit und Bereitschaft eines Unternehmens (einer Bank), den fĂ€lligen Zahlungsverpflichtungen termingerecht und betragsgenau nachkommen zu können. Diese wird unter normalen Bedingungen als bankaufsichtlich gegeben angesehen, wenn die -vom jeweiligen Meldestichtag an gerechnet -in einem Monat zur VerfĂŒgung stehenden Zahlungsmittel die wĂ€hrend dieses Zeitraums zu erwarteten ZahlungsabflĂŒsse mindestens decken. Beurteilt wird dies anhand einer monatlich zu meldenden LiquiditĂ€tskennzahl, die als Quotient der verfĂŒgbaren Zahlungsmittel zu den abrufbaren Zahlungsverpflichtungen im jeweils ersten Laufzeitband ermittelt wird, und die mindestens 1,0 betragen muss. Von Wertpapier-Analysten aufgestellte BerechnungsansĂ€tze, wie vor allem die Quick-Ratio. In der betriebswirtschaftlichen Literatur in verschiedene Arten und Unterarten eingeteilte Bestimmungen anhand einzelner Bilanzposten. Aufsichtsrechtlich vorgeschriebene RĂŒckstellungen (provisions) einer Bank oder Versicherung, im Zuge von Basel-II im einzelnen festgelegt. Siehe Acid Ratio, Anleihe-Spread, Bankgrösse, BörsenliquiditĂ€t, CAMELS, EndogenitĂ€ts-Prinzip, FlĂŒssigmachung, Geldmarkt- Segmente, Geldschöpfung, LiquiditĂ€tsposition, LiquiditĂ€tsprĂ€mien-Theorie, LiquiditĂ€tsquote, M1, MonetĂ€res Finanzinstitut, Quick-Ratio, RisikofĂ€higkeit, SolvabilitĂ€t, Solvency-II, Solvenzaufsicht, Zentralbankgeld, Zwischenparken. Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Juli 2007, S. 16 f. (höhere LiquiditĂ€ts-PrĂ€ferenz fĂŒhrt zu einer höheren Bargeldquote).

© UniversitÀtsprofessor Dr. Gerhard Merk, UniversitÀt Siegen

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