BÖRSENLEXIKON ARTIKEL

Margendeckung, OptionsgeschĂƒÆ’Ă‚Â€ften

Margendeckung (margin securities)

In Zusammenhang mit OptionsgeschĂ€ften die Verpflichtung fĂŒr den Schreiber einer Option, innert der gesamten Laufzeit entweder die entsprechende Anzahl Basiswerte oder andere Sicherheiten bei seiner Bank zu hinterlegen. Erweist sich die Margendeckung aufgrund von MarktpreisĂ€nderungen als nicht mehr ausreichend, so kann die Bank weitere Sicherheiten verlangen (Nachschuss-Marge, margin call). -Die Höhe der bei Futures-Kontrakten geforderten Margendeckung wirkt sich unmittelbar auf die MarktliquiditĂ€t aus. Niedrige Margin-Zahlungen bedeuten nĂ€mlich einen niedrigeren Kapitalbedarf, der zum Abschluss und zur Aufrechterhaltung einer Futures- Position notwendig ist. -In Zeiten betrĂ€chtlicher VolatilitĂ€t besteht die Gefahr, dass Investoren eine entsprechend sehr hoch angesetzte Nachschuss-Marge nicht zahlen können. Sie werden zur Aufgabe ihrer Futures-Positionen gezwungen, das Angebot auf dem Markt steigt und die Kurse sinken unter UmstĂ€nden ruckartig, was einen Crash einleiten kann. Siehe Anfangsmarge, Brady-Kommission, Futures-MĂ€rkte, Leverage- Theorie, Nachschuss-Aufforderung, Nachschuss-Vereinbarung.

© UniversitÀtsprofessor Dr. Gerhard Merk, UniversitÀt Siegen