Minhas-Gerais-Problem, Minhas

Minhas-Gerais-Problem (Minhas Gerais trap)

Veröffentlicht am: 15.04.2008 um 00:20 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Ein hoch verschuldetes Mitglied einer Währungsunion wird zahlungsunfähig, was eine Krise und einen Currenry-Swing auslöst

Ein hoch verschuldetes Mitglied einer Währungsunion wird zahlungsunfähig, was eine Krise und einen Currenry-Swing auslöst. Im Jahr 1999 erklärte der Gouverneur der brasilianischen Provinz Minhas Gerais, dass die Schulden der Provinz nicht mehr bedient werden könnten. Der Grund lag darin, dass sich die Provinzen ohne gesamtwirtschaftliche Beschränkungen in ausländischer Währung verschulden konnten. Das Moratorium führte augenblicklich zu einer Kapitalflucht aus dem brasilianischen Real; dieser musste um 40 Prozent abgewertet werden, und die Volkswirtschaft taumelte in eine jahrelange schwere ökonomische und soziale Krise. Siehe Crash, Currenry-Swing, Defizitneigung, Prager Verlautbarung, Staatsschuld(en), Stabilitäts- und Wachstumspakt, Verschuldung, Verschuldungsanreiz, Verschuldungsquote.

© Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Universität Siegen

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | boersenlexikon | 16331922 |