Ölpreis-Ausgleich (crude oil price compensation)
Veröffentlicht: 15.04.2008 um 00:20 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)
Von der Öffentlichkeit und vor allem von den Gewerkschaften immer wieder erhobene Forderung nach mehr Lohn, wenn bei den autofahrenden Massen die Lebenshaltungskosten infolge höherer Benzinpreise gestiegen sind. Die Verteuerung des Öls ist aber ein Realeinkommens-Transfer an das Ausland. Geld, das im Inland nicht mehr verteilt werden kann. Es ist (um in der Sprache der Finanzjournalisten zu sprechen) "verfrühstückt". Insofern würde ein "Ausgleich" sofort zur Inflation führen. Siehe Biotreibstoffe, Erdölpreis, Lohn, indexierter, Lohn-Preis-Spirale, Oil Bulletin, Petrodollar, Realkassen-Effekt, Strompreis, Zweitrundeneffekte. Vgl. Monatsbericht der EZB vom Juli 2004, S. 32 (Zweitrundeneffekte), Monatsbericht der EZB vom Juli 2005, S. 14 ff. (Analyse der Auswirkungen einer Preiserhöhung; Tabellen), Monatsbericht der EZB vom Februar 2006, S. 38 ff. (Durchschlagen auf den HVPI; Preiselastizitäten; S. 41: empirische Faustregel: Anstieg des Ölpreises um 10 Prozent führt direkt zum Anstieg der Verbraucherpreise um 1,5 Prozent), Monatsbericht der EZB vom November 2006, S. 15 (Überschüsse in der Handelsbilanz bei den Erdöl exportierenden Staaten).
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