BĂRSENLEXIKON ARTIKEL
Privatplazierung auch Eigenemission (private placement, und so auch oft im Deutschen gesagt und dann grossgeschrieben)
Schuldverschreibung, die am Euromarkt tĂ€tige EmissionshĂ€user bei einem beschrĂ€nkten Kreis von Anlegern unmittelbar unterbringen. In Deutschland Angebot an einen kleinen Kreis von Kunden (institutionelle Anleger wie vor allem Kapitalanlagegesellschaften und Versicherungen) zum Kauf von Wertpapieren (insbesondere Anleihen), fĂŒr die keine Börsenzulassung vorgesehen ist. Die Emission kann sehr rasch und kostengĂŒnstig untergebracht werden, weil die Ausgabe-Belastungen fĂŒr die Prospekterstellung und BörseneinfĂŒhrung entfallen. Im weitesten Sinne: einer beschrĂ€nkten Zahl von Investoren (Banken, Kapitalanlagegesellschaften, Versicherungen) wird ein Angebot zur Ăbernahme von Titeln unterbreitet. -Das Spektrum anzubietender Beteiligungsmöglichkeiten im Rahmen eines solchen Angebots ist sehr viel breiter und attraktiver als eine Wertpapieremission ĂŒber die Börse und deckt den gesamten Bereich der Finanzinstrumente, einschliesslich der vielen Formen des Mezzanin-Kapitals ab. Insbesondere können am ausserbörslichen Finanzmarkt wertpapierlose und damit kostengĂŒnstigere stimmrechtslose Beteiligungen (zum Teil mit erheblichen Steuervorteilen fĂŒr Unternehmen und Anleger) angeboten und vertrieben werden. -Statistisch steigt der Anteil der Privatplazierungen gegenĂŒber der Begebung von Anleihen ĂŒber die Börse stetig an. Siehe Commercial Papers, Equity Kicker, Erstverlust-Tranche, Katastrophen- Anleihe, Kreditderivate, Krediterweiterung, Originator, Papiere, Private-Equity-Finanzierung, Prospektpflicht, Retrozession, Risikokapital, Titel, True-Sale-Verbriefung, Verbriefung. Single-Hedge-Fonds, Vertrieb, öffentlicher. Vgl. Jahresbericht 2004 der BaFin, S. 183 f. (Bedingungen einer Erlaubnis fĂŒr das Auflegen von Hedge-Fonds allgemein und des Vertriebs auf dem Wege der Privatplazierung).

