BĂRSENLEXIKON ARTIKEL
Rekapitalisierung (re-capitalisation)
Wenn nicht anders definiert, versteht man darunter die besondere Politik von Private Equity Funds. Im Zuge dessen muss das vom Fonds beherrschte Unternehmen Darlehn bei Banken aufnehmen, die dann als Sonderdividende an den Private Equity Fund ausgeschĂŒttet werden. Auf solche Weise fliesst ein Teil des eingesetzten Kapitals an den Fonds zurĂŒck. -Dieses Verfahren wurde vielfach getadelt. Aber eine Bank wird dem vom Private Equity Fund ĂŒbernommenen Unternehmen nur dann Kredite gewĂ€hren, wenn dieser durch Sicherheiten, die das selbst Unternehmen bietet, voll gedeckt sind; und dies wird nur dann der Fall sein, wenn die durch den Fonds sanierte Firma wieder am Markt erfolgreich ist. Siehe Ausschlachten, Burn-Out Turnaround, Delisting, Kapitalanlagegesellschaft, Private-Equity-Finanzierung, Restrukturierung, Risikokapital, RisikoĂŒberwachung, gegliederte, Vulture Fund. Vgl. Monatsbericht der EZB vom Oktober 2005, S. 23 ff. (Private-Equity-Markt in Europa mit Ăbersichten), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom April 2007, S. 20 (die Rekapitalisierungs- FĂ€higkeit kann auch ein Anzeichen fĂŒr die nunmehr gut laufenden GeschĂ€fte bei dem Zielunternehmen sein).

