Ricardo-Effekt (Ricardo effect)
Veröffentlicht: 15.04.2008 um 00:20 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller (Chefredaktion)
Die VerĂ€nderung der KapitalintensitĂ€t in einer Volkswirtschaft steht in AbhĂ€ngigkeit von den Marktpreisen fĂŒr Arbeit und Kapital. Hohe Staatsverschuldung fĂŒhrt zu einem Vertrauensverlust auf dem Kapitalmarkt. Die Zinsen steigen dort, weil eine höhere RisikoprĂ€mie in den Preis fĂŒr Leihkapital eingerechnet wird; in dieser Bedeutung auch Barro-Effekt genannt. Senkt der Staat seine Ausgaben, so kommt es bei den Privathaushalten zu einem RĂŒckgang der Sparquote, weil bisher durch staatliche Transferzahlungen finanzierte Ausgaben jetzt vom Privathaushalt selbst bezahlt werden mĂŒssen. Vgl. Monatsbericht der EZB vom November 2006, S. 14 (in Bezug auf die unter erklĂ€rte Bedeutung).
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