Spill-over-Effekt (so auch im Deutschen gesagt; manchmal auch Carry-over-Effekt)
Veröffentlicht am: 15.04.2008 um 00:20 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Im Finanzbereich die Wirkung des Images (gemeint hier als Vorstellung, die eine Person bzw. eine Mehrheit von Personen über einen Gegenstand hat) einer Bank (etwa: Credit Suisse; Dresdner Bank) auf einen bestimmten anderen Vorstellungsinhalt (hier: Schweiz; Stadt Dresden) und umgekehrt. Dieser Ausstrahlungseffekt (Partizipationswirkung) kann auch negativ sein (etwa: Sparkasse Kikeritzpatschen); man spricht diesfalls auch von Kannibalismus- Effekt (cannibalism effect). Die bei einer absatzpolitischen Massnahme (etwa: Werbung für Festgeldanlagen) über die ursprüngliche Zielsetzung hinausgehende Wirkung (Zunahme der Aktiendepots). In der EU die Tatsache, dass die Vergemeinschaftung bestimmter Bereiche (etwa: freier Kapitalverkehr) von selbst starke Kräfte freisetzt, angrenzende Politikbereiche an die Gemeinschaft zu übertragen (hier: gemeinsame Währungspolitik und Zentralbank). Siehe Cassis-de-Dijon-Urteil, Externalität.
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