BÖRSENLEXIKON ARTIKEL

Unit-Value-Relation, Deutschen

Unit-Value-Relation (so auch im Deutschen gesagt)

Kennzahl gebildet aus dem Exportwert von Waren (in GE) geteilt durch die Exportmenge (in kg). Sie drĂŒckt die Wertschöpfung (net value added) der exportierenden Industriezweige aus. FĂŒr den Wechselkurs einer WĂ€hrung und die Terms of Trade ist dies ein wichtiger Indikator. Denn mit steigender QualitĂ€t eines Produktes erhöht sich das VerhĂ€ltnis von Wert zu Gewicht und damit CETERIS PARIBUS die Preissetzungsmacht auf den MĂ€rkten. -Die Unit Values einzelner Wirtschafszweige unterscheiden sich stark in ihrer Höhe. Den tiefsten Rang besetzt die Nahrungsmittel- und Textilindustrie. Die Pharmabranche sowie die Herstellung von PrĂ€zisionsinstrumenten (einschl. Uhren) sowie die Elektronik weisen das höchste Gewicht auf. -Unternehmen mit ĂŒberragender Preissetzungsmacht können im allgemeinen mit niedrigeren Zinsen fĂŒr Darlehn rechnen, weil sie auch der Sicht der Bank ein geringeres Risiko darstellen. Siehe Balassa-Index, Importgehalt, Strukturwandel, Terms of Trade, Wachstumsbeitrag, Wettbewerbs-Status, internationaler, Zahlungsbilanz.

© UniversitÀtsprofessor Dr. Gerhard Merk, UniversitÀt Siegen