BĂRSENLEXIKON ARTIKEL
Value at Risk (so in der Regel auch im Deutschen; oft VaR abgekĂŒrzt; seltener auch Wert im Risiko)
Möglicher Verlust einer Position oder eines Portefeuilles wĂ€hrend eines bestimmten Zeitraums (= Risikohorizont; risk horizon), der mit einer zuvor definierten Wahrscheinlichkeit (= Konfidenzniveau; confidence level) nicht ĂŒberschritten wird. -Die Berechnung in Stress-Tests legt dabei Variablen ĂŒber einen lĂ€ngeren Beobachtungszeitraum (etwa drei Jahre) zugrunde. In der Praxis ist dies eine beliebte Portefeuilletheorie, die sich im einzelnen statistisch nochl verfeinern lĂ€sst. Ăber die Treffsicherheit entsprechender Berechnungen gibt es widersprĂŒchliche Angaben. -Die Kennziffer Value at Risk geht ĂŒbrigens auf den Wunsch eines Vorstands der nordamerikanischen Investmentbank J.P.Morgan zurĂŒck. Dieser verlangte am Ende eines Handelstages eine einzige Zahl, welche den maximalen Verlust aller Engagements abbildet. Siehe Expected Shortfall, Gini- Koeffizient, Herfindahl-Hirschman-Index, Intercreditor Agreement, Konfidenzniveau. Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom September 2005, S. 62 ff. (ausfĂŒhrliche Darstellung; in den Fussnoten Literaturhinweise), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Juni 2006, S. 40 f. (mit Bezug auf Kreditnehmerkonzentration), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Dezember 2007, S. 59 ff. (mit Bezug auf die Mindestanforderungen an das Risikomanagement bei Banken).

