BĂRSENLEXIKON ARTIKEL
VolatilitÀt, implizite (implicit volatility)
Messgrösse fĂŒr die erwartete Standardabweichung (bezogen in der Regel auf die jahresdurchschnittliche prozentuale VerĂ€nderung) von Finanzprodukten allgemein und OptionsprĂ€mien im besonderen. Sie lĂ€sst sich im letzteren Fall errechnen aus vertragsmĂ€ssig festgelegten Grössen (Laufzeit und AusĂŒbungspreis) einerseits und marktabhĂ€ngiger Grössen (Zinsen und Kassakurs des Basiswertes) andererseits sowie der (nicht unmittelbar beobachtbaren) erwarteten Varianz des Basiswertes. Die implizite VolatilitĂ€t gilt als Mass fĂŒr die von den Marktteilnehmern erwartete relative Schwankungsbreite des unterliegenden Wertpapiers ĂŒber die Laufzeit der Option bzw. als Indikator fĂŒr die Unsicherheit der Marktteilnehmer ĂŒber die kurzfristige Entwicklung an den jeweiligen FinanzmĂ€rkten. Siehe Erwartungen, Grundstimmung, Option, Vorschatten-Effekte, ZinsvolatilitĂ€t, implizite. Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Oktober 2001, S, 34 ff., Monatsbericht der EZB vom Mai 2002, S. 14 f., Monatsbericht der EZB vom Juli 2003, S. 18 ff., Monatsbericht der EZB vom Dezember 2004, S. 48 f., Jahresbericht 2004 der EZB, S. 34 ff., Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom September 2005, S. 61 ff. (VolatilitĂ€tsmuster und deren ErklĂ€rung mit Ăbersichten und Formeln), Monatsbericht der EZB vom Dezember 2005, S. 30 ff. (mit zahlreichen Vergleichen), Monatsbericht der EZB vom November 2006, S. 43 (Rendite-AbstĂ€nde von Unternehmens- Anleihen in AbhĂ€ngigkeit von der impliziten VolatilitĂ€t), Monatsbericht der EZB vom Februar 2008, S. 80 ff. (GrundsĂ€tzliches zur Messgrösse; Grenzen der AussagefĂ€higkeit; Ăbersichten).

