Value at Risk (so in der Regel auch im Deutschen; oft VaR abgekürzt; seltener auch Wert im Risiko)
Veröffentlicht am: 15.04.2008 um 00:20 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Möglicher Verlust einer Position oder eines Portefeuilles während eines bestimmten Zeitraums (= Risikohorizont; risk horizon), der mit einer zuvor definierten Wahrscheinlichkeit (= Konfidenzniveau; confidence level) nicht überschritten wird. -Die Berechnung in Stress-Tests legt dabei Variablen über einen längeren Beobachtungszeitraum (etwa drei Jahre) zugrunde. In der Praxis ist dies eine beliebte Portefeuilletheorie, die sich im einzelnen statistisch nochl verfeinern lässt. Über die Treffsicherheit entsprechender Berechnungen gibt es widersprüchliche Angaben. -Die Kennziffer Value at Risk geht übrigens auf den Wunsch eines Vorstands der nordamerikanischen Investmentbank J.P.Morgan zurück. Dieser verlangte am Ende eines Handelstages eine einzige Zahl, welche den maximalen Verlust aller Engagements abbildet. Siehe Expected Shortfall, Gini- Koeffizient, Herfindahl-Hirschman-Index, Intercreditor Agreement, Konfidenzniveau. Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom September 2005, S. 62 ff. (ausführliche Darstellung; in den Fussnoten Literaturhinweise), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Juni 2006, S. 40 f. (mit Bezug auf Kreditnehmerkonzentration), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Dezember 2007, S. 59 ff. (mit Bezug auf die Mindestanforderungen an das Risikomanagement bei Banken).
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