Verschuldungsanreiz, Währungsunion

Verschuldungsanreiz (propensity to public debt expansion)

Veröffentlicht am: 15.04.2008 um 00:20 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

In einer Währungsunion wie dem Euroraum ist die disziplinierende Wirkung der Finanzmärkte geringer, weil die Gläubiger praktisch keinen Aufschlag mehr verlangen für das nationale Inflations-und Abwertungsrisiko

In einer Währungsunion wie dem Euroraum ist die disziplinierende Wirkung der Finanzmärkte geringer, weil die Gläubiger praktisch keinen Aufschlag mehr verlangen für das nationale Inflations-und Abwertungsrisiko. Das verstärkt die Neigung einzelner Mitgliedsstaaten zu einer Finanzpolitik, die auch hohe Defizite im Staatshaushalt hinnimmt. Deswegen bedarf es im Interesse der Erhaltung des Geldwerts bei dem anspruchsvollen institutionellen Zusammenspiels zwischen einheitlicher Geldpolitik (der EZB) und dezentraler Finanzpolitik unbedingt fester finanzpolitischer Regeln. Siehe Currency-Swing, Geldpolitik, Defizitneigung, MinhasGerais- Problem, Nachhaltigkeit, Stabilitäts-und Wachstumspakt, Verschuldung.

© Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Universität Siegen

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | boersenlexikon | 16333258 |