Commerzbank Aktiengesellschaft, DE000CBK1001

Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank empfehlen AktionĂ€ren, das Umtauschangebot der UniCredit nicht anzunehmen – mehr Wert durch erfolgreiche eigenstĂ€ndige Strategie

18.05.2026 - 12:39:13 | dgap.de

Commerzbank Aktiengesellschaft / DE000CBK1001

Commerzbank Aktiengesellschaft / Schlagwort(e): Stellungnahme


18.05.2026 / 12:39 CET/CEST
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Vorstand und Aufsichtsrat veröffentlichen gemeinsame begrĂŒndete Stellungnahme Angebot bietet keine angemessene PrĂ€mie und spiegelt fundamentalen Wert der Commerzbank nicht wider Plan der UniCredit ist vage und birgt erhebliche Risiken UniCredit unterschĂ€tzt Ertragsverluste erheblich, ĂŒberschĂ€tzt Synergien und rechnet mit unrealistischer Umsetzungsdauer Commerzbank Strategie „Momentum 2030“ schafft mehr Wert bei geringem Umsetzungsrisiko – AktionĂ€re, die investiert bleiben, partizipieren daran Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank AG haben heute ihre gemeinsame begrĂŒndete Stellungnahme gemĂ€ĂŸ § 27 Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG) zum freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot in Form eines Umtauschangebots der UniCredit S.p.A. veröffentlicht. Nach sorgfĂ€ltiger PrĂŒfung der Angebotsunterlage vom 5. Mai 2026 kommen sie zu einem eindeutigen Ergebnis: UniCredit bietet den AktionĂ€ren der Commerzbank keine angemessene PrĂ€mie und hat keinen nachvollziehbaren und belastbaren strategischen Plan fĂŒr einen Zusammenschluss vorgelegt. Beide Gremien sind ĂŒberzeugt, dass die eigenstĂ€ndige Umsetzung der „Momentum 2030“-Strategie mehr Wert schafft als das Vorhaben der UniCredit. Sie empfehlen den AktionĂ€rinnen und AktionĂ€ren der Commerzbank daher, das Angebot nicht anzunehmen. Angebot spiegelt fundamentalen Wert und Potenzial der Commerzbank nicht angemessen wider Vorstand und Aufsichtsrat haben die Angemessenheit der Angebotsgegenleistung umfassend geprĂŒft. Dabei wurden unter anderem die historische Kursentwicklung der Commerzbank-Aktie, der gesetzliche Mindestpreis, Analysten-Kursziele, marktĂŒbliche ÜbernahmeprĂ€mien bei öffentlichen Übernahmen, Bewertungsmultiplikatoren europĂ€ischer Banken sowie das Wertpotenzial der Commerzbank auf Basis ihres aktuellen GeschĂ€ftsplans und ihrer Strategie „Momentum 2030“ berĂŒcksichtigt. Das Ergebnis ist eindeutig: Der rechnerische Angebotswert weist einen erheblichen Abschlag gegenĂŒber dem langfristigen Wertschöpfungspotenzial und den aktuellen Handelskennzahlen der Commerzbank auf. Die Commerzbank-Aktie notierte nach der AnkĂŒndigung des Angebots zu jedem Schlusskurs oberhalb des Angebotswerts. Auch am 15. Mai 2026, dem letzten Handelstag vor der Veröffentlichung der begrĂŒndeten Stellungnahme, lag der rechnerische Angebotswert mit 34,56 Euro unter dem Schlusskurs der Commerzbank-Aktie von 36,48 Euro. UnabhĂ€ngige Analysten beziffern den Zielkurs fĂŒr die Commerzbank-Aktie schon heute im Median auf rund 41,50 Euro. Vorstand und Aufsichtsrat bewerten das unabgestimmte Angebot der UniCredit auf dieser Grundlage als finanziell nicht angemessen. Es orientiert sich lediglich an der gesetzlichen Mindestgegenleistung und ist damit ein opportunistischer Versuch, Kontrolle zu erwerben. Es reflektiert nicht den fundamentalen Wert der Commerzbank und bietet keine angemessene PrĂ€mie fĂŒr die AktionĂ€rinnen und AktionĂ€re der Commerzbank. Mit dem Angebot verschafft sich UniCredit die Möglichkeit, die Kontrolle ĂŒber die Commerzbank zu erlangen – ohne die Commerzbank-AktionĂ€re dafĂŒr angemessen zu kompensieren. „Das Übernahmeangebot der UniCredit bietet unseren AktionĂ€ren keine adĂ€quate PrĂ€mie. Was die UniCredit als Zusammenschluss bezeichnet, erweist sich als Restrukturierungsvorschlag, der massiv in unser bewĂ€hrtes und profitables GeschĂ€ftsmodell eingreifen wĂŒrde“, sagte die Vorstandsvorsitzende der Commerzbank, Bettina Orlopp. „Wir haben bei der Commerzbank eine klare und erfolgreiche Strategie mit einer fĂŒr unsere AktionĂ€re attraktiven Wachstumsperspektive. Das ist der Maßstab.“ Plan der UniCredit fĂŒr die Commerzbank ist vage und birgt erhebliche Risiken Aus Sicht von Vorstand und Aufsichtsrat schĂ€tzt die UniCredit Ertragsverluste, Kostensenkungspotenzial und Restrukturierungsaufwendungen sowie die Umsetzungsdauer der von ihr geplanten Maßnahmen unzutreffend ein. Das betrifft insbesondere den von der UniCredit geplanten Personalabbau, die komplexe IT-Integration sowie Ertragsverluste aus den Überschneidungen im FirmenkundengeschĂ€ft. Die von der UniCredit erwarteten Synergieannahmen sind in Summe weder belastbar noch ĂŒberzeugend und werden von der UniCredit selbst als „spekulativ“ bezeichnet. DarĂŒber hinaus wĂŒrde die geplante Reduzierung des internationalen Netzwerks der Commerzbank ihre FĂ€higkeit, den exportstarken Mittelstand weltweit zu begleiten, empfindlich schwĂ€chen. Der vorgesehene RĂŒckbau bestehender GeschĂ€ftsaktivitĂ€ten hĂ€tte erhebliche negative Auswirkungen auf Kundenbeziehungen, Marktposition und Ertragsströme der Commerzbank. Das Erreichen von Synergien und jede realistische nach vorn gerichtete Ertragsplanung erfordern nach Auffassung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Commerzbank eine konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Die Basis fĂŒr eine solche ist bei Stakeholdern durch das andauernd unabgestimmte Vorgehen der UniCredit und ihre wiederholt irrefĂŒhrende Kommunikation erheblich erschĂŒttert. „Die unausgereiften Vorstellungen der UniCredit bergen erhebliche Risiken und gefĂ€hrden die auf Vertrauen und VerlĂ€sslichkeit aufgebauten Kundenbeziehungen der Commerzbank ebenso wie die Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Da es sich um ein Aktientauschangebot in UniCredit-Aktien handelt, mĂŒssten die AktionĂ€re der Commerzbank diese Risiken als zukĂŒnftige UniCredit-AktionĂ€re mittragen, wenn sie das Angebot annehmen. Auch deshalb kann die Annahme des Angebots nicht empfohlen werden“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Jens Weidmann. Commerzbank-AktionĂ€re sollen Risiken bei unklarem Ausgang des Angebots mittragen Der Ausgang des UniCredit-Angebots ist fĂŒr die Commerzbank-AktionĂ€re offen und ungewiss. Es fehlt an Klarheit darĂŒber, welche Beteiligungsschwellen am Ende tatsĂ€chlich erreicht werden, und es bleibt offen, ob die in Aussicht gestellten Synergien realisiert werden können. Anders als bei einem Barangebot ist der tatsĂ€chliche Wert der Gegenleistung bis zum Vollzug ungewiss und hĂ€ngt von der Wertentwicklung der UniCredit-Aktie ab. Den Vollzug erwartet UniCredit erst 2027 – als spĂ€testmöglichen Zeitpunkt nennt die Angebotsunterlage den 2. Juli 2027. Mit „Momentum 2030“ verfĂŒgt die Commerzbank ĂŒber einen klar definierten Wachstumspfad und schafft mehr Wert aus eigener Kraft bei geringem Umsetzungsrisiko Die Commerzbank befindet sich heute in der stĂ€rksten Position seit vielen Jahren. Nach einem Rekordergebnis im Jahr 2025 ist sie sehr erfolgreich ins Jahr 2026 gestartet. Mit ihrer weiterentwickelten „Momentum 2030“-Strategie setzt die Bank konsequent auf Wachstum und Transformation, mit kĂŒnstlicher Intelligenz als einem wesentlichen Katalysator fĂŒr steigende ProfitabilitĂ€t. Dadurch schafft sie eigenstĂ€ndig Wert fĂŒr ihre AktionĂ€rinnen und AktionĂ€re, bei geringem Umsetzungsrisiko. Daran muss sich jede Alternative messen lassen. Unter „Momentum 2030“ plant die Commerzbank, ihre ErtrĂ€ge bis 2030 auf 16,8 Mrd. Euro und den Konzerngewinn auf 5,9 Mrd. Euro zu steigern, die Cost-Income-Ratio inklusive PflichtbeitrĂ€ge auf 43 % und ohne PflichtbeitrĂ€ge auf 41 % zu verbessern sowie eine Nettoeigenkapitalrendite von 21 % zu erreichen. Die AktionĂ€re der Commerzbank profitieren direkt vom Erfolg dieser Strategie: Bis 2030 beabsichtigt die Commerzbank, rund die HĂ€lfte ihrer aktuellen Marktkapitalisierung ĂŒber Dividenden und AktienrĂŒckkĂ€ufe an ihre AktionĂ€rinnen und AktionĂ€re zurĂŒckzugeben. Dabei strebt die Bank eine AusschĂŒttungsquote von 100 % an, bis ihre CET-1-Zielquote von 13,5 % erreicht ist. FĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2025 hat die Commerzbank der Hauptversammlung die Zahlung einer Rekorddividende von 1,10 Euro je Aktie vorgeschlagen. Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank sind ĂŒberzeugt: Die eigenstĂ€ndige Umsetzung der „Momentum 2030“-Strategie bietet ein deutlich höheres und nachhaltigeres Wertschöpfungspotenzial als die von UniCredit skizzierte Alternative. AktionĂ€rinnen und AktionĂ€re, die investiert bleiben, behalten die unmittelbare Teilhabe an dieser Wertschöpfung. Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank waren, sind und bleiben gesprĂ€chsbereit, sofern UniCredit bereit ist, den AktionĂ€ren der Commerzbank eine attraktive PrĂ€mie zu bieten und ĂŒber einen Plan zu sprechen, der auf den StĂ€rken des GeschĂ€ftsmodells und der Strategie der Commerzbank aufbaut. Damit handelt die Commerzbank weiterhin im besten Interesse ihrer AktionĂ€re, Kunden und Mitarbeitenden. Veröffentlichung der begrĂŒndeten Stellungnahme Die gemeinsame begrĂŒndete Stellungnahme von Vorstand und Aufsichtsrat ist in deutscher Sprache sowie in einer unverbindlichen englischen Übersetzung auf der Website der Commerzbank abrufbar. Diese Pressemitteilung stellt keine ErgĂ€nzung, ErlĂ€uterung oder Zusammenfassung der gemeinsamen begrĂŒndeten Stellungnahme von Vorstand und Aufsichtsrat gemĂ€ĂŸ § 27 WpÜG dar. Den AktionĂ€rinnen und AktionĂ€ren der Commerzbank wird empfohlen, vor ihrer Entscheidung, ob sie das Übernahmeangebot annehmen oder nicht, die Angebotsunterlage von UniCredit, die gemeinsame begrĂŒndete Stellungnahme von Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank sowie alle weiteren im Zusammenhang mit dem Angebot veröffentlichten Unterlagen sorgfĂ€ltig und vollstĂ€ndig zu lesen.


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Über die Commerzbank
Mit ihren beiden GeschĂ€ftssegmenten – Firmenkunden sowie Privat- und Unternehmerkunden – bietet die Commerzbank als Universalbank ein umfassendes Portfolio an Finanzdienstleistungen. Sie ist die fĂŒhrende Bank im FirmenkundengeschĂ€ft in Deutschland und fĂŒr den deutschen Mittelstand sowie starke Partnerin von rund 24.000 FirmenkundenverbĂŒnden und begleitet mit einem Anteil von rund 30 % den deutschen Außenhandel. Mit einer PrĂ€senz in mehr als 40 LĂ€ndern ist die Commerzbank ĂŒberall dort vertreten, wo ihre Mittelstandskunden, Großunternehmen sowie institutionelle Kunden sie benötigen. Zudem begleitet die Commerzbank internationale Kunden mit einem GeschĂ€ftsbezug zu Deutschland, Österreich oder der Schweiz sowie Unternehmen aus ausgewĂ€hlten Zukunftsbranchen. Mit einem angelegten Vermögen von mehr als 400 Mrd. Euro ist die Commerzbank zugleich eine der fĂŒhrenden Banken fĂŒr Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland. Unter der Marke Commerzbank bietet sie mit ihrem Omnikanalansatz ein umfangreiches Leistungs- und Serviceangebot: online und mobil, telefonisch und per Video im Beratungscenter sowie persönlich an ihren rund 400 Standorten bundesweit. Unter der Marke comdirect bietet sie als digitale Hauptbank rund um die Uhr alle Kernleistungen und als Leistungsbroker Lösungen fĂŒr das Sparen, Anlegen und Handeln mit Wertpapieren. Die polnische Tochtergesellschaft mBank S.A. ist eine innovative Digitalbank und betreut rund 6 Millionen Privat- und Firmenkunden ĂŒberwiegend in Polen sowie in der Tschechischen Republik und der Slowakei. Disclaimer
Diese Mitteilung enthĂ€lt in die Zukunft gerichtete Aussagen. Dabei handelt es sich um Aussagen, die keine Tatsachen der Vergangenheit beschreiben. Solche Aussagen in dieser Mitteilung betreffen unter anderem die erwartete zukĂŒnftige GeschĂ€ftsentwicklung der Commerzbank, erwartete Effizienzgewinne und Synergien, erwartete Wachstumsperspektiven und sonstige Chancen fĂŒr eine Wertsteigerung der Commerzbank sowie die erwarteten zukĂŒnftigen finanziellen Ergebnisse, Restrukturierungsaufwendungen und sonstige Finanzentwicklungen und -angaben. Diese in die Zukunft gerichteten Aussagen basieren auf aktuellen Planungen, Erwartungen, SchĂ€tzungen und Prognosen des Vorstands. Sie sind von einer Reihe von Annahmen abhĂ€ngig und unterliegen bekannten und unbekannten Risiken, Unsicherheiten und anderen Faktoren, die dazu fĂŒhren können, dass die tatsĂ€chlichen Ergebnisse oder Entwicklungen wesentlich von jenen abweichen, die durch diese in die Zukunft gerichteten Aussagen ausgedrĂŒckt oder impliziert werden. Solche Faktoren sind unter anderem die Verfassung der FinanzmĂ€rkte in Deutschland, Europa, den USA und in anderen Regionen, in denen die Commerzbank einen erheblichen Teil ihrer ErtrĂ€ge erzielt und einen erheblichen Teil ihrer Vermögenswerte hĂ€lt, die Preisentwicklung von Vermögenswerten und Entwicklung von MarktvolatilitĂ€ten, insbesondere aufgrund der andauernden europĂ€ischen Schuldenkrise, der mögliche Ausfall von Kreditnehmern oder Kontrahenten von HandelsgeschĂ€ften, die Umsetzung ihrer strategischen Initiativen zur Verbesserung des GeschĂ€ftsmodells, die VerlĂ€sslichkeit ihrer GrundsĂ€tze, Verfahren und Methoden zum Risikomanagement, Risiken aufgrund regulatorischer Änderungen sowie andere Risiken. In die Zukunft gerichtete Aussagen gelten deshalb nur an dem Tag, an dem sie gemacht werden. Die Commerzbank ist nicht verpflichtet, die in dieser Mitteilung enthaltenen, in die Zukunft gerichteten Aussagen auf den neuesten Stand zu bringen oder abzuĂ€ndern, um Ereignisse oder UmstĂ€nde zu reflektieren, die nach dem Datum dieser Mitteilung eintreten.


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