Dax lÀsst deutlich nach - Angst vor Ende von KI-Rally
Veröffentlicht: 07.07.2026 um 17:46 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de"Die Angst vor einem abrupten Ende der Rally von allem, was mit KI zu tun hat und bislang nur eine Richtung an der Börse kannte, ist auf dem Parkett deutlich zu spĂŒren", kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. "Die Favoriten der vergangenen Monate wackeln und das sorgt fĂŒr steigende NervositĂ€t unter den Anlegern. Auch in Frankfurt sind viele von ihnen deshalb geneigt, ihre Risikopositionen weiter zu reduzieren, statt neue aufzubauen."
In Anbetracht der jĂŒngsten Rally könne die aktuelle Entwicklung im Dax als willkommene Konsolidierung betrachtet werden, so Lipkow. "Die Investoren verabschieden sich nicht vollstĂ€ndig aus dem Markt, sondern gehen lediglich selektiver vor. Alles in allem ist die aktuelle Stimmung an der Börse mit `vorsichtig` gut umschrieben, aber der Markt sieht gute Nachrichten nicht mehr als gut genug an."
Die NervositĂ€t nehme vor dem Start der Berichtssaison auch deshalb zu, weil die Erwartungen als ambitioniert bezeichnet werden dĂŒrfen, erklĂ€rte der Analyst. "Gibt es auch nur den kleinsten Hinweis darauf, dass sich die Gewinndynamik abschwĂ€cht, dĂŒrfte sich die EnttĂ€uschung Bahn brechen und in einem eher ruhig erwarteten Sommer ein paar Hitzegewitter aufziehen", so Lipkow. "Einen Vorgeschmack lieferte heute der koreanische Elektronikkonzern Samsung. Dessen durchweg starke Zahlen wurden fĂŒr breite VerkĂ€ufe in der Aktie genutzt. Der Gewinn konnte im abgelaufenen Berichtszeitraum verneunzehnfacht werden, eine GröĂenordnung, die vor zwei, drei Jahren niemand fĂŒr möglich gehalten hat. Heute reicht es nicht mehr aus."
Bis kurz vor Handelsschluss standen die Papiere von Beiersdorf, FMC und SAP an der Spitze der Dax-Kursliste. Das Schlusslicht bildeten die Papiere von Infineon und Siemens Energy.
Unterdessen stieg der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im August kostete 47 Euro und damit sechs Prozent mehr als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund neun bis elf Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.
Der Ălpreis stieg fĂŒr seine VerhĂ€ltnisse stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 73,89 US-Dollar, das waren 2,6 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung war am Dienstagnachmittag etwas schwĂ€cher: Ein Euro kostete 1,1427 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,8751 Euro zu haben.
