BMW, Aktie

BMW Aktie: Goldman Sachs senkt Ziel auf 84 Euro

20.06.2026 - 15:14:44 | boerse-global.de

BMW senkt die operative Marge drastisch auf ein bis drei Prozent. Der Aktienkurs fällt auf ein neues Jahrestief, Analysten passen ihre Prognosen an.

BMW Aktie: Gewinnwarnung und Kurseinbruch nach China-Krise
BMW - Finanzviertel bei Dämmerung 20.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

BMW zieht die Reißleine. Der Münchener Autobauer kassiert seine Gewinnziele für das Kernsegment drastisch ein. Anleger reagieren panisch und schicken den Kurs auf Talfahrt. Die Krise auf dem wichtigsten Automarkt der Welt fordert ihren Tribut.

Das Management senkt die Prognose für die operative EBIT-Marge im Automobilgeschäft für 2026 massiv. Statt vier bis sechs Prozent erwartet BMW nur noch ein bis drei Prozent. Hauptgrund dafür ist die anhaltende Schwäche in China. Hinzu kommen hohe Kosten für den Konzernumbau und ein extremer Wettbewerb.

Absturz auf neues Tief

Die Börse bestraft diese Nachrichten sofort. Am Donnerstag fiel das Papier auf ein neues 52-Wochen-Tief bei 58,80 Euro. Zwar rettete sich der Kurs bis Freitagabend auf 60,38 Euro. Der kurzfristige Schaden bleibt aber gewaltig.

Allein in den vergangenen sieben Tagen verlor der Wert über zehn Prozent. Seit Jahresanfang summiert sich das Minus auf rund 37 Prozent. Der Relative-Stärke-Index signalisiert mit einem Wert von 20,5 eine extrem überverkaufte Lage. Kein Wunder.

Analysten streichen Prognosen zusammen

Große Investmentbanken reagieren prompt auf die neuen Realitäten. Goldman Sachs senkt das Kursziel für BMW von 107 auf 84 Euro. Die Experten raten allerdings weiterhin zum Kauf. Die UBS kappt ihr Ziel ebenfalls deutlich auf 70 Euro.

Die Schweizer Bank rechnet kurzfristig nicht mit einer Erholung im China-Geschäft. Folglich streichen die Analysten ihre Gewinnerwartungen je Aktie um bis zu 44 Prozent zusammen. Die Einstufung der UBS bleibt auf "Neutral".

Sparkurs statt Wachstumsfantasie

Angesichts der düsteren Aussichten bereitet der Vorstand ein hartes Sparprogramm vor. Der Konzern plant zeitnah Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern. Das Management will die Kosten massiv drücken und die Effizienz steigern. Der Umbruch zur Elektromobilität verschlingt viel Geld.

Die Münchener müssen ihre Strukturen nun schnell anpassen. Die massive Lücke zum 200-Tage-Durchschnitt von knapp 84 Euro zeigt den enormen Vertrauensverlust der Investoren. Solange sich der chinesische Markt nicht stabilisiert, fehlt der Aktie ein klarer Kurstreiber.

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