Ceres Power Aktie: Schwimmendes Rechenzentrum für Tokio
02.06.2026 - 02:30:10 | boerse-global.deEin britisches Unternehmen plant ein schwimmendes Rechenzentrum im Hafen von Tokio – direkt auf dem Wasser, 120 Meter lang. Ceres Power setzt damit voll auf den japanischen KI-Boom.
Die Idee: Japans IT-Energiebedarf wächst massiv. Prognosen zufolge steigt die Leistung von rund 2,3 Gigawatt im Jahr 2025 auf etwa 3,7 Gigawatt bis 2030. Analysten sehen den Spitzenbedarf sogar bei 6,6 bis 7,7 Gigawatt bis 2034. Gleichzeitig ist Bauland in Tokios Zentrum knapp. Ein schwimmendes Rechenzentrum umgeht dieses Problem – und hält gleichzeitig die kurzen Latenzzeiten für KI-Anwendungen.
Zwei entscheidende Vorteile
Ceres Power liefert die Technologie dafür: Festoxid-Brennstoffzellen (SOFC). Sie erzeugen Strom direkt vor Ort. Die entscheidende Stärke: Solche Anlagen sind in Monaten einsatzbereit, nicht in Jahren wie herkömmliche Netzausbauten.
Das Unternehmen setzt auf ein asset-light Lizenzmodell. Partner wie Delta Electronics, Shell und Weichai nutzen die Technologie, um emissionsintensive Industrien zu dekarbonisieren – Stahlproduktion, grüner Wasserstoff und eben moderne Rechenzentren.
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BlackRock an Bord
Parallel zum Strategiewechsel kam institutionelle Unterstützung. BlackRock meldete am 1. Juni 2026 einen kontrollpflichtigen Bestand an Ceres-Power-Aktien.
Das Unternehmen hat aktuell 195,8 Millionen Stammaktien ausgegeben. Hinzu kommt ein Block Listing von 242.424 zusätzlichen Aktien für Mitarbeiterprogramme. Ziel: Spezialisten langfristig binden, während das Unternehmen wächst.
Finanzielle Stabilisierung
Die Aktie notierte zuletzt bei 844,50 Pence – die Marktkapitalisierung liegt bei rund 1,65 Milliarden Pfund. Das Geschäftsjahr 2025 war schwierig: Die Einnahmen fielen auf 32,6 Millionen Pfund, die Nettoverluste stiegen. Doch die Auftragsbücher füllen sich.
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Für 2026 hat Ceres Power bereits rund 45 Millionen Pfund an vertraglich gesicherten Einnahmen gebucht. Der Turnaround könnte gelingen, wenn der japanische Markt wie erwartet anzieht. Das schwimmende Rechenzentrum in Tokio soll bereits im nächsten Jahr sichtbar sein.
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