EU-Parlament beschlieĂt hĂ€rtere Zollregeln fĂŒr Stahlimporte
19.05.2026 - 14:06:51 | dpa.deEine Mehrheit der Abgeordneten stimmte in StraĂburg dafĂŒr, dass deutlich weniger Stahl zollfrei in die EU eingefĂŒhrt werden darf und darĂŒber hinausgehende Importe mit einem höheren Strafzoll als bisher belegt werden. Die Neuregelung war zuvor mit den Mitgliedstaaten ausgehandelt worden, nun folgte mit der Abstimmung die formale Annahme des Kompromisses.
Besonders aus China, Indien und der TĂŒrkei importierter gĂŒnstiger Stahl macht den europĂ€ischen Herstellern zu schaffen. Mit den neuen Regeln will die EU den europĂ€ischen Markt vor globaler Ăberproduktion schĂŒtzen. Es geht auch darum, ArbeitsplĂ€tze zu sichern.
Die aktuellen Regelungen laufen zum 30. Juni aus. Nach den neuen Vorgaben wird die zollfreie Einfuhrmenge auf 18,3 Millionen Tonnen pro Jahr begrenzt. Das sind etwa 47 Prozent weniger als bisher. Mengen, die diese Grenze ĂŒberschreiten, sollen mit einem Strafzoll von 50 Prozent belegt werden, doppelt so viel wie bisher.
Damit die neuen Regeln in Kraft treten können, mĂŒssen die Mitgliedstaaten noch formell zustimmen.
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