Devisen: Euro kommt etwas zurĂŒck
29.05.2026 - 21:14:10 | dpa.deDort war er bis auf ein Tageshoch von 1,1685 US-Dollar geklettert. Zuletzt wurde die GemeinschaftswÀhrung noch bei 1,1665 Dollar gehandelt. Die EuropÀische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,1644 (Donnerstag: 1,1617) Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,8588 Euro gekostet.
Mögliche Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran stĂŒtzten den Euro. US-PrĂ€sident Donald Trump stellte eine baldige Entscheidung in Aussicht. Zuletzt war jedoch offen, ob er einer von UnterhĂ€ndlern ausgehandelten Vereinbarung zustimmen wird. AuĂerdem hat der Iran Trump vorgeworfen, zentrale Vereinbarungen zu verzerren oder zu ignorieren.
"Ich werde mich jetzt im Lagezentrum treffen, um eine endgĂŒltige Entscheidung zu treffen", sagte Trump in einem Social-Media-Beitrag. Er bekrĂ€ftigte frĂŒhere Aussagen, dass der Iran niemals eine Atomwaffe oder -bombe besitzen dĂŒrfe und dass die StraĂe von Hormus offen sein mĂŒsse. Der Iran mĂŒsse zudem alle Minen zerstören oder entfernen.
Die am Vormittag in der Eurozone veröffentlichten Verbraucherpreisdaten gaben dem Devisenmarkt keine klare Richtung. In Deutschlands war die Inflationsrate unerwartet auf 2,6 Prozent gesunken. "Wenn die Rohölpreise sich bis zu einer Verhandlungslösung ĂŒber die StraĂe von Hormus auf ihrem jetzigen Niveau halten, dann bleibt die Inflationsrate in Deutschland in den kommenden Monaten in etwa auf dem jetzigen Niveau", schreibt Dekabank-Chefvolkswirt Ulrich Kater. Das sei nicht zu vergleichen mit der hohen Inflationswelle nach Beginn des Ukraine-Kriegs.
Die EZB sollte laut Kater trotzdem die Leitzinsen anheben. Auf diese Weise trage sie dazu bei, dass langfristige Inflationserwartungen gar nicht erst aufkĂ€men. Zudem ist die Inflation in Frankreich, Italien und Spanien gestiegen. Zuletzt hatten auch EZB-Vertreter Signale fĂŒr eine Leitzinserhöhung im Juni gegeben.
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