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EcoPaint Jet Pro von Dürr - Roboterlackierung für hohe Taktzahlen

Veröffentlicht: 07.07.2026 um 17:14 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)

EcoPaint Jet Pro erreicht in modernen Automobilwerken Schichtdicken ab etwa 15 Mikrometern und Taktzeiten von teils unter 60 Sekunden pro Bauteil. Für Anleger der Dürr AG Aktien (ISIN DE0005565204) ein relevanter Umsatztreiber.

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Verantwortlich: Nora Steinfeld, ad hoc news Fachredaktion Neuheiten & Launch. Geprueft am 07.07.2026, 17:13 Uhr. Details im Impressum.

EcoPaint Jet Pro steht in der Lackierkabine, der Sprühstrahl zischt leise, während feiner Lacknebel auf eine Stoßfängeroberfläche trifft. Ein Roboterarm setzt Punkt für Punkt, sauber abgegrenzt, ohne sichtbare Nasen oder Sprühnebel auf benachbarten Flächen. Für Produktionsleiter Markus Weber ist dieser Dürr-Dosierroboter ein Werkzeug, das Taktzeit und Ausschuss spürbar drückt.

Gezielte Roboterlackierung statt aufwendiger Maskierung

Mit EcoPaint Jet Pro adressiert Dürr die aufwendige Maskierung bei Kontrast- und Spotlackierungen, etwa an Stoßfängern, Zierleisten oder Dachrahmen. Statt Folien und Schablonen arbeitet das System mit einem hochpräzisen Jet-Applikator, der definierte Linien und Flächen punktgenau aufträgt. Dadurch sinkt der Bedarf an Handarbeit in der Lackierlinie deutlich.

Der Jet-Applikator bringt Lack portionsweise über Mikrodüsen auf, wobei das Werkstück von einem Lackierroboter geführt wird. Dürr spricht von reproduzierbaren Schichtdicken ab rund 15 Mikrometern, je nach Lackmaterial und Applikationsprofil. Unternehmen in der Automobil- und Zulieferindustrie können so Spezialeffekte und Kontrastzonen automatisiert aufbringen, ohne jede Bauteilgeometrie neu maskieren zu müssen.

Technologie aus der Dürr-Lackiertechnik

EcoPaint Jet Pro gehört zur Lackier- und Applikationstechnik, die Dürr als eigenes Segment in der Gruppe führt. Das System ergänzt klassische Zerstäuber, etwa die EcoBell-Baureihen, um eine Lösung für besonders präzise und „scharfkantige“ Anwendungen. Die Roboterplattformen des Unternehmens übernehmen dabei Positionierung und Bewegungssteuerung der Jet-Einheit.

Zu den typischen Einsatzfeldern zählen Stoßfänger mit zweifarbigen Designzonen, dekorative Blenden im Exterieur, aber auch Funktionselemente wie Sensorbereiche, die spezielle Lacke benötigen. Auf der offiziellen Produktseite wird der Fokus auf reduzierte Maskierarbeiten, kürzere Rüstzeiten und einen geringeren Materialverbrauch gelegt, weil weniger Overspray anfällt.

Vertiefen & einordnen

Dürr AG als Lackieranlagen-Spezialist

Kennzahlen, Segmentstruktur und Berichte zur Rolle der Lackiertechnik im Konzern finden interessierte Anleger im Themenbereich zur ISIN DE0005565204 und direkt bei Dürr.

Wo EcoPaint Jet Pro in der Praxis punktet

In der Praxis zählt für Produktionsverantwortliche vor allem, wie stabil ein System im Drei-Schicht-Betrieb läuft und wie gut es sich in bestehende Linien integrieren lässt. EcoPaint Jet Pro ist als Modul für Dürr-Lackierroboter ausgelegt, lässt sich aber auch in neue Greenfield-Lackierhallen einplanen. Die Steuerung bindet sich in die übergeordnete Anlagen- und Liniensteuerung ein, inklusive Rezeptverwaltung.

Im Alltag bedeutet das für ein Werk etwa: Statt dass Mitarbeitende jedes Bauteil zeitaufwendig abkleben, übernimmt der Jet-Roboter die exakte Konturführung. Das schafft freie Kapazitäten im Personal, senkt Fehlerraten und reduziert typischen Lackierverschnitt. Berichte von Anwendern heben hervor, dass sich Serienanläufe mit komplexen Zierlackierungen beschleunigen lassen, weil weniger Musterteile verworfen werden.

Präzision und Materialeffizienz als Verkaufsargument

Beim Blick in die technische Dokumentation fällt auf, wie stark Dürr den Fokus auf reproduzierbare Präzision legt. Linienbreiten und Schichtdicken lassen sich softwaregesteuert definieren, Messdaten und Prozessparameter werden in der Leitsteuerung mitgeführt. Damit unterstützt EcoPaint Jet Pro qualitätsgesicherte Prozesse, wie sie große Automobilhersteller für ihre Lieferketten verlangen.

Materialeffizienz ist ein weiteres Argument: Durch das gezielte Aufbringen per Jet entsteht vergleichsweise wenig Overspray. Für Betriebe, die teure Effektlacke oder Spezialbeschichtungen nutzen, kann das die Lackkosten pro Bauteil klar senken. Gleichzeitig verringert sich der Aufwand für Filteranlagen und Farbnebelabscheidung, weil weniger überschüssiger Lack in der Kabine ankommt.

Rolle im Portfolio von Dürr

Innerhalb der Dürr-Gruppe ordnet sich EcoPaint Jet Pro im Segment Applikationstechnik als ergänzende Hochpräzisionslösung ein. Das Unternehmen bietet von der Vorbehandlung über die Lackierkabine bis zu Trocknern und End-of-Line-Prüfung komplette Lackierstraßen an. In diesem Verbund ist der Jet-Applikator ein Baustein für anspruchsvolle Designanwendungen, die früher nur mit viel manueller Arbeit möglich waren.

Für CEO Jochen Weyrauch ist die Lackiertechnik ein zentrales Standbein, wenn es um Investitionen der Automobilindustrie in neue Plattformen geht. Projekte für Elektrofahrzeuge, neue Karosserievarianten oder Premium-Exterieurpakete werden häufig von Modernisierungen in der Lackiererei begleitet. Systeme wie EcoPaint Jet Pro tragen dazu bei, diese Investitionen effizienter auszuschöpfen.

Nachfrage aus Automobil- und Zulieferindustrie

Auch wenn Dürr im Detail selten Projektkunden nennt, gilt die Automobilindustrie als mit Abstand wichtigster Abnehmer für Lackiertechnik. OEMs und große Zulieferer investieren regelmäßig in neue Lackierlinien oder rüsten Bestandsanlagen für zusätzliche Derivate nach. Kontrastlackierungen an Stoßfängern, Sideblades oder Zierleisten spielen dabei eine wachsende Rolle im Fahrzeugdesign.

EcoPaint Jet Pro adressiert genau diese Nachfrage nach flexiblen, variantenfähigen Lösungen. Wo früher feste Schablonen jede Designänderung verteuert haben, kann der Jet-Roboter neue Linienführungen per Softwareupdate übernehmen. Das macht die Lackiererei für Marketing- und Designabteilungen agiler, weil zusätzliche Ausstattungsvarianten weniger tief in die Hardware eingreifen.

Kosten- und Nachhaltigkeitsaspekte

Aus Kostensicht wirkt sich ein System wie EcoPaint Jet Pro auf mehrere Stellschrauben aus. Weniger Maskiermaterial reduziert direkte Materialkosten und vermeidet Abfall. Kürzere Taktzeiten bei Kontrastlackierungen erhöhen die Auslastung einer bestehenden Linie, ohne zwangsläufig neue Kabinen bauen zu müssen. Außerdem verringert präzise Dosierung den Lackverbrauch pro Bauteil.

Nachhaltigkeit spielt in der Lackiertechnik eine doppelte Rolle: Einerseits verlangen Kunden und Regulierer geringere VOC-Emissionen und weniger Energieverbrauch. Andererseits achten Automobilhersteller zunehmend auf Ressourceneffizienz in der Lieferkette. Eine Jet-Lösung, die weniger Overspray erzeugt und damit Luftmengen und Filterbedarf senkt, kann hier einen Beitrag leisten.

Integration in digitale Fabrikkonzepte

Dürr bewirbt seit Jahren seine digitalen Plattformen für die Lackiererei, etwa Softwarelösungen zur Prozessüberwachung und -optimierung. EcoPaint Jet Pro fügt sich in diese Strategie ein, weil die Applikationsdaten des Jet-Systems in die Linien-IT integriert werden können. Prozessingenieure sehen in Dashboards, ob Schichtdicken, Linienverläufe und Taktzeiten innerhalb der Vorgaben bleiben.

Gerade bei Großserien mit vielen Varianten lässt sich so erkennen, wo Rüstzeiten aus dem Ruder laufen oder ob bestimmte Lacke zu instabilen Ergebnissen führen. Anpassungen am Applikationsrezept oder der Roboter-Bahnkurve lassen sich daraufhin gezielt testen. Für Werke, die auf „Smart Paint Shop“-Konzepte setzen, ist diese Datenintegration ein wichtiger Baustein.

Wettbewerbsumfeld und Positionierung

Im internationalen Wettbewerb trifft Dürr mit EcoPaint Jet Pro auf andere Anbieter von Applikationstechnik und Lackierrobotik. Während manche Wettbewerber vor allem Standardzerstäuber anbieten, positioniert sich Dürr mit dem Jet-System als Anbieter für Spezialfälle mit hohen Designanforderungen. Für Kunden, die ganze Lackierstraßen aus einer Hand beziehen, ist der modulare Ansatz von Vorteil.

Gleichzeitig muss sich das System in Ausschreibungen auch gegenüber alternativen Verfahren behaupten, etwa speziellen Maskierungslösungen oder anderen dosierenden Applikatoren. Hier argumentiert Dürr mit Referenzen aus laufenden Werksprojekten sowie mit Simulationen, die Taktzeit- und Kosteneffekte vorab abbilden. Für Investitionsentscheidungen in der Automobilindustrie zählen neben den Anschaffungskosten die Gesamtbetriebskosten über den Lebenszyklus.

Ausblick und Bedeutung für die Dürr Aktie

EcoPaint Jet Pro ist kein Massenprodukt für den Endverbraucher, sondern ein Investitionsgut, das sich über Projekte und Linienmodernisierungen in den Zahlen der Dürr AG widerspiegelt. Die Nachfrage hängt stark von den Investitionszyklen der Automobilindustrie und der Bereitschaft zu Designupdates ab. Innerhalb des Konzerns trägt das Produkt dazu bei, die Position in der Lackiertechnik zu festigen und im Segment Applikationssysteme margenstarke Lösungen anzubieten.

Die Dürr AG Aktie (ISIN DE0005565204) wird im regulierten Markt gehandelt, und die Entwicklung der Lackiertechnik-Sparte mit Systemen wie EcoPaint Jet Pro ist ein Baustein in der Bewertung durch den Kapitalmarkt.

EcoPaint Jet Pro von Dürr im Überblick

  • Produkt: EcoPaint Jet Pro
  • Hersteller: Dürr AG
  • Kategorie: Neuheit/Launch
  • Markteinführung: Seit Mitte der 2010er Jahre im Portfolio, laufend weiterentwickelt
  • UVP / Preis: Projektabhängig im Rahmen kompletter Lackieranlagen (B2B)
  • Verfügbarkeit: Weltweit im Rahmen von Neu- und Modernisierungsprojekten für Lackierlinien
  • Zielgruppe: Automobilhersteller, Tier-1-Zulieferer, industrielle Lackierbetriebe mit Kontrast- und Speziallackierungen
  • Besonderheit / USP: Hochpräzise, robotergestützte Jet-Lackierung zur drastischen Reduktion von Maskieraufwand und Overspray bei Kontrast- und Spotlackierungen

Mehr Eindrücke zu EcoPaint Jet Pro

Dieser Artikel wurde a.i.-gestützt erstellt und redaktionell geprüft. Produktinformationen ohne Gewähr; Preise und Verfügbarkeit können sich kurzfristig ändern. Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Börsengeschäfte sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden.

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