Gossamer Bio Aktie: Klagefrist endet Montag
30.05.2026 - 12:18:59 | boerse-global.deFür Gossamer Bio wird der Montag zum wichtigen Stichtag. Bis dahin können sich Aktionäre noch als Hauptkläger in einer geplanten Sammelklage registrieren lassen. Es geht um Vorwürfe rund um die späte Phase-3-Studie PROSERA mit dem Wirkstoffkandidaten Seralutinib.
Die Klage ist mehr als juristisches Beiwerk. Sie trifft ein Unternehmen, das nach dem Studienrückschlag im Februar bereits unter Druck geraten ist und nun zusätzlich mit Börsen- und Bilanzsorgen kämpft.
Streit um die PROSERA-Studie
Im Kern dreht sich der Vorwurf um die Aussagekraft des Studiendesigns. Kläger werfen dem Unternehmen vor, Risiken bei der Kontrolle von Placebo-Effekten an Studienstandorten in Lateinamerika zu spät oder unzureichend offengelegt zu haben.
Auslöser war das verfehlte Hauptziel der Studie. Seralutinib erreichte beim 6-Minuten-Gehtest nicht die nötige statistische Signifikanz. Der placebo-bereinigte Effekt lag bei 13,3 Metern. Für die Aktie war das ein Schock. Sie brach nach der Mitteilung um mehr als 80 Prozent ein, von 2,13 Dollar auf 0,42 Dollar.
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Schwacher Kurs, schwache Bilanz
Parallel dazu verschärfte sich die Lage an der Börse. Im April erhielt Gossamer Bio die Mitteilung, dass der Mindestkurs von 1 Dollar je Aktie an der Nasdaq nicht mehr erfüllt wird. Damit wächst der Druck auf das Management, die Börsennotierung zu sichern.
Auch operativ bleibt die Gesellschaft angeschlagen. Der Umsatz sank 2025 auf 48,47 Millionen Dollar, nach 114,7 Millionen Dollar im Vorjahr. Der Nettoverlust weitete sich auf 170,37 Millionen Dollar aus, nach 56,52 Millionen Dollar im Jahr 2024.
Das erste Quartal 2026 brachte nur begrenzt Entlastung. Gossamer Bio meldete 16,96 Millionen Dollar Umsatz und einen GAAP-Verlust von 0,20 Dollar je Aktie.
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Blick auf Seralutinib bleibt entscheidend
Trotz der Belastungen hält das Unternehmen an seinem Zeitplan fest. Für September 2026 ist die Einreichung des Zulassungsantrags für Seralutinib geplant. Eine mögliche Entscheidung der Aufsicht könnte dann im dritten Quartal 2027 fallen.
Am Markt bleibt die Aktie extrem niedrig bewertet. Zum Handelsschluss am 29. Mai notierte sie bei 0,23 Dollar, nach einem Tagesplus von 9,38 Prozent. In den kommenden Wochen dürften vor allem die Klagefrist am Montag, der Nasdaq-Status und jede neue Nachricht zu Seralutinib den Ton angeben.
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