Kone, FI0009013403

Kone Oyj-Aktie (FI0009013403): Aufzugsspezialist im Fokus nach neuesten Zahlen und Ausblick

20.05.2026 - 13:56:42 | ad-hoc-news.de

Kone Oyj hat kürzlich aktuelle Quartalszahlen und einen Ausblick für 2026 vorgelegt. Was bedeutet das für das Wachstum im Aufzugs- und Rolltreppengeschäft und wie positioniert sich der finnische Konzern im Wettbewerb, der auch für deutsche Anleger relevant ist?

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Kone Oyj ist einer der weltweit führenden Anbieter von Aufzügen, Rolltreppen und automatischen Türsystemen und steht mit seinen jüngsten Geschäftszahlen erneut im Fokus der Anleger. Der Konzern veröffentlichte am 24.04.2026 seine Ergebnisse für das erste Quartal 2026 und berichtete über Umsatz, Profitabilität und Auftragseingang, wie aus einer Unternehmensmitteilung hervorgeht, auf die sich verschiedene Marktberichte stützen, unter anderem Reuters Stand 24.04.2026.

Nach diesen Angaben erzielte Kone Oyj im ersten Quartal 2026 einen Umsatz von mehreren Milliarden Euro, wobei der Konzern ein Wachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal meldete. Das Management wies in dem Zahlenwerk zugleich auf eine solide Entwicklung im Servicegeschäft hin, während das Neuanlagengeschäft von regional unterschiedlichen Trends geprägt war. Die ausführliche Ergebnispräsentation wurde am 24.04.2026 über die Investor-Relations-Seite des Unternehmens veröffentlicht, wie Kone Investor Relations Stand 24.04.2026 dokumentiert.

Die Aktie von Kone Oyj reagierte im Umfeld der Zahlenvorlage im April 2026 laut Börsenberichten zeitweise mit Ausschlägen, nachdem Investoren vor allem auf den Auftragseingang und die Profitabilität achteten. In Finnland wird die Aktie am Handelsplatz Helsinki gehandelt, zugleich ist sie auch für deutsche Privatanleger über gängige Handelsplätze wie Xetra und Tradegate zugänglich, weshalb die Entwicklung des Konzerns auch im hiesigen Markt aufmerksam verfolgt wird, wie Kursübersichten bei Finanzportalen zeigen, etwa Börse Frankfurt Stand 25.04.2026.

Stand: 20.05.2026

Von der Redaktion - spezialisiert auf Aktienberichterstattung.

Auf einen Blick

  • Name: Kone
  • Sektor/Branche: Aufzüge, Rolltreppen, Gebäudetechnik
  • Sitz/Land: Espoo, Finnland
  • Kernmärkte: Europa, Asien-Pazifik mit Schwerpunkt China, Nordamerika
  • Wichtige Umsatztreiber: Service- und Wartungsgeschäft, Neuanlagen im Hoch- und Gewerbebau, Modernisierung bestehender Anlagen
  • Heimatbörse/Handelsplatz: Nasdaq Helsinki (Ticker KNEBV)
  • Handelswährung: Euro

Kone Oyj: Kerngeschäftsmodell

Das Kerngeschäftsmodell von Kone Oyj basiert auf der Entwicklung, Herstellung, Installation und Wartung von Aufzügen, Rolltreppen und automatischen Türsystemen für Gebäude unterschiedlichster Art. Der Konzern adressiert sowohl Neubauprojekte als auch die Modernisierung von Bestandsgebäuden und verbindet dabei Hardware mit digitalen Services. Nach eigenen Angaben zählt Kone weltweit zu den größten Anbietern dieser Lösungen, wie in Unternehmenspräsentationen erläutert wird, etwa in Unterlagen zur Jahresergebnisveröffentlichung im Februar 2026, die über die Investor-Relations-Seite abrufbar sind laut Kone Investor Relations Stand 15.02.2026.

Ein wesentlicher Bestandteil des Geschäftsmodells ist das Service- und Wartungsgeschäft, bei dem Kone langfristige Wartungsverträge mit Eigentümern und Betreibern von Gebäuden eingeht. Diese wiederkehrenden Erlöse sorgen laut Management für eine relativ stabile Umsatzbasis und tragen dazu bei, zyklische Schwankungen im Neuanlagengeschäft abzufedern. In der Ergebnispräsentation für das Geschäftsjahr 2025, die am 02.02.2026 veröffentlicht wurde, hob das Unternehmen hervor, dass das Servicegeschäft erneut organisch gewachsen sei, wie Reuters Stand 02.02.2026 berichtete.

Darüber hinaus setzt Kone Oyj verstärkt auf digitale Lösungen und Vernetzung, um Aufzüge und Rolltreppen per Fernüberwachung zu steuern und Wartungseinsätze effizienter zu planen. Der Konzern integriert beispielsweise Sensorik und Datenanalyse, um potenzielle Störungen frühzeitig zu erkennen und Ausfallzeiten zu reduzieren. Dieses datenbasierte Serviceangebot wird von Kone in verschiedenen Märkten als wichtiger Wettbewerbsvorteil dargestellt, insbesondere in dicht besiedelten urbanen Zentren, in denen die Verfügbarkeit von Aufzügen für Betreiber und Nutzer von hoher Bedeutung ist.

Im Segment Neuanlagen umfasst das Portfolio von Kone Oyj Aufzüge für Wohn- und Bürogebäude, Hochhäuser sowie komplexe Projekte wie Flughäfen, Einkaufszentren und Verkehrsknotenpunkte. Das Unternehmen arbeitet hierbei mit Bauträgern, Architekten und Generalunternehmen zusammen, um maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln. Typischerweise werden in diesem Segment Projekte über längere Zeiträume geplant und durchgeführt, was zu einem Auftragsbestand führt, der in Unternehmensberichten regelmäßig ausgewiesen wird. In den Erläuterungen zum Geschäftsjahr 2025, veröffentlicht Anfang Februar 2026, berichtete Kone über einen robusten Auftragsbestand, der zukünftiges Umsatzpotenzial signalisiert, wie aus den veröffentlichten Präsentationsfolien hervorgeht.

Ein weiterer Baustein des Geschäftsmodells ist die Modernisierung bestehender Anlagen. Viele Gebäude sind mit älteren Aufzügen oder Rolltreppen ausgestattet, die in puncto Energieeffizienz, Sicherheit und Fahrkomfort nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entsprechen. Kone bietet hier Lösungen an, um Komponenten zu erneuern oder komplette Anlagen auszutauschen. In den langfristigen Strategiedarstellungen des Unternehmens wird dieses Modernisierungsgeschäft als struktureller Wachstumstreiber hervorgehoben, da der weltweite Gebäudebestand weiter altert und Modernisierungen regulatorisch sowie aus Komfortgründen zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Zusammengefasst verbindet das Geschäftsmodell von Kone Oyj klassische Industriegüterproduktion mit Service- und Technologiedienstleistungen. Der Konzern erwirtschaftet Umsätze in allen wichtigen Regionen der Welt, wobei Europa, Asien-Pazifik und Nordamerika zu den zentralen Märkten zählen. Das Ziel ist laut Management, durch eine Kombination aus Innovation, Servicequalität und globaler Präsenz stabile Cashflows zu erzielen und zugleich in neue Technologien wie vernetzte Aufzüge und digitale Plattformen zu investieren.

Wichtigste Umsatz- und Produkttreiber von Kone Oyj

Zu den wichtigsten Umsatztreibern von Kone Oyj zählt das Service- und Wartungsgeschäft, das in den letzten Jahren organisch gewachsen ist. Laut dem Geschäftsbericht für das Jahr 2025, der am 02.02.2026 veröffentlicht wurde, steuerte der Servicebereich einen erheblichen Anteil zum Gesamtumsatz bei und wies zugleich eine attraktive Profitabilität auf, wie die ausgewiesenen Margen andeuten, die in den Unterlagen auf der Investor-Relations-Seite präsentiert werden laut Kone Finanzberichte Stand 02.02.2026.

Im Servicegeschäft generiert Kone Oyj wiederkehrende Erlöse aus Wartungsverträgen für Aufzüge und Rolltreppen in Wohn- und Gewerbeimmobilien. Diese Verträge laufen in der Regel über viele Jahre und umfassen regelmäßige Inspektionen, Instandhaltung sowie Reparaturen. Für Betreiber und Eigentümer hat dies den Vorteil, dass sie verlässliche Ansprechpartner für den technischen Betrieb ihrer Anlagen haben, während Kone von einer hohen Planungssicherheit profitiert. Zahlreiche Städte weltweit verfügen über umfangreiche Bestände an Kone-Anlagen, wodurch das Unternehmen ein breites Serviceportfolio aufbauen konnte.

Ein weiterer wichtiger Umsatztreiber ist das Neuanlagengeschäft, das stark von der Bautätigkeit in den jeweiligen Märkten abhängt. Besonders bedeutend ist hierbei die Nachfrage nach Aufzugslösungen in schnell wachsenden Metropolen. In China ist Kone bereits seit vielen Jahren aktiv und zählt dort zu den wichtigsten Anbietern von Aufzügen und Rolltreppen in Wohn- und Hochhausprojekten. In Präsentationen zum Geschäftsjahr 2025 betonte das Management, dass sich der chinesische Markt zwar in einer Phase der Anpassung befindet, Kone aber weiterhin Chancen in der Modernisierung und in ausgewählten Neuanlagenprojekten sieht, wie zusammenfassende Berichte von Finanzmedien darstellen, etwa Handelsblatt Stand 10.02.2026.

Produktseitig bietet Kone Oyj eine breite Palette an Aufzugslösungen an, die von Standardaufzügen für Wohngebäude bis hin zu Hochgeschwindigkeitsaufzügen für Wolkenkratzer reicht. Darüber hinaus gehören auch Rolltreppen und automatische Türen für Gebäudezugänge und Innenbereiche zum Angebot. In den vergangenen Jahren wurde das Portfolio um digitale Funktionen erweitert, darunter cloudbasierte Überwachungssysteme und Schnittstellen zu Gebäudemanagementsystemen. Solche Lösungen sollen es Kunden ermöglichen, den Verkehrsfluss in Gebäuden zu optimieren und Störungen schneller zu beheben.

Modernisierungslösungen stellen ebenfalls eine zentrale Produktkategorie dar. Kone bietet verschiedene Modernisierungspakete an, mit denen ältere Aufzüge in Bezug auf Effizienz, Sicherheit und Komfort aufgerüstet werden können. Für viele Immobilieneigentümer ist dies attraktiv, weil Modernisierungen oft weniger tief in die Bausubstanz eingreifen als Komplettneubauten und damit kosteneffizienter sein können. In Märkten mit hohem Bestand an älteren Gebäuden, darunter auch in Deutschland, wertet Kone dieses Modernisierungsgeschäft als wesentlichen Baustein seiner Wachstumsstrategie.

Zudem verbindet Kone seine Produkte mit Design- und Komfortelementen, beispielsweise speziellen Kabinendesigns, Beleuchtungskonzepten oder Steuerungsvarianten, die den Personenfluss in Gebäuden verbessern sollen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf barrierearmen Lösungen und Sicherheitsaspekten, was in vielen Ländern durch gesetzliche Vorgaben unterstützt wird. Die Kombination aus technischer Performance, Sicherheitsstandards und Nutzererfahrung soll die Wettbewerbsposition des Konzerns stärken.

Regional betrachtet tragen Europa, der Nahe Osten und Afrika, die Region Asien-Pazifik und die Amerikas unterschiedlich stark zu Umsatz und Ergebnis bei. Kone berichtete im Geschäftsbericht 2025, dass die Nachfrage in Teilen Europas stabil blieb, während einzelne Märkte in Asien dynamischer wuchsen. In Nordamerika ist der Konzern ebenfalls präsent und konkurriert dort mit anderen großen Anbietern im Aufzugsmarkt. Diese regionale Diversifikation hilft dem Unternehmen, Schwankungen in einzelnen Märkten abzufedern.

Insgesamt wird der Umsatz von Kone Oyj von einer Mischung aus konjunkturabhängigen Neuanlagen und stabileren Serviceerlösen getragen. Für Anleger ist dabei insbesondere relevant, wie sich der Auftragseingang in den einzelnen Regionen entwickelt und in welchem Ausmaß das Servicegeschäft weiter wächst. Zudem spielt die Margenentwicklung in den verschiedenen Segmenten eine wichtige Rolle, da sie Aufschluss darüber gibt, wie erfolgreich der Konzern seine Preisstrategie und seine Effizienzmaßnahmen umsetzt.

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Warum Kone Oyj für deutsche Anleger relevant ist

Für deutsche Anleger ist Kone Oyj aus mehreren Gründen von Interesse. Erstens ist das Unternehmen in einem Markt tätig, der von langfristigen Megatrends wie Urbanisierung, Verdichtung der Städte und steigenden Anforderungen an Barrierefreiheit geprägt ist. Diese Trends beeinflussen auch den Immobilienmarkt in Deutschland, wo in vielen Städten neue Wohn- und Bürogebäude entstehen und bestehende Gebäude modernisiert werden. Aufzüge und Rolltreppen sind ein zentraler Bestandteil der technischen Gebäudeausrüstung, sodass Anbieter wie Kone direkt von diesen Entwicklungen betroffen sind.

Zweitens ist die Aktie von Kone Oyj über verschiedene Handelsplätze auch für Privatanleger in Deutschland zugänglich. Unter anderem wird sie an deutschen Börsen gehandelt, etwa über die Börse Frankfurt, wie aus den dortigen Wertpapierlisten hervorgeht laut Börse Frankfurt Stand 25.04.2026. Damit können Anleger die Aktie im Rahmen ihrer Depotstrukturierung berücksichtigen, ohne auf ausländische Handelsplätze ausweichen zu müssen. Gleichzeitig ermöglicht die Notierung an der Nasdaq Helsinki eine potenziell höhere Liquidität im Heimatmarkt.

Drittens bietet Kone Oyj als international aufgestellter Industriewert einen diversifizierenden Baustein neben rein auf die deutsche Wirtschaft fokussierten Unternehmen. Das Geschäftsmodell ist global ausgerichtet, mit starker Präsenz in Europa, Asien und Nordamerika. Damit hängt die Entwicklung des Unternehmens nicht allein von der Konjunktur in Deutschland ab, sondern von einer Vielzahl regionaler Märkte. Für Anleger, die ihr Portfolio internationaler aufstellen wollen, kann ein solcher Wert dazu beitragen, das Risiko auf mehrere Regionen zu verteilen.

Außerdem sind die Erlöse im Service- und Wartungsgeschäft von Kone Oyj in vielen Ländern durch langfristige Verträge geprägt, was in Unternehmensdarstellungen als stabilisierender Faktor hervorgehoben wird. Anleger beobachten, wie hoch der Anteil dieser wiederkehrenden Einnahmen am Gesamtumsatz ausfällt, da dies Rückschlüsse auf die Robustheit des Geschäftsmodells in schwächeren Konjunkturphasen erlaubt. In einem Umfeld mit konjunkturellen Unsicherheiten kann ein Unternehmen mit hoher Servicequote anders reagieren als ein Anbieter, der stark von Neuanlagen abhängt.

Für deutsche Anleger spielen zudem regulatorische Entwicklungen eine Rolle, insbesondere in Bezug auf Energieeffizienz und Sicherheit von Aufzügen in Europa. EU-weite Vorgaben können Modernisierungswellen auslösen, von denen Anbieter wie Kone profitieren. Gleichzeitig müssen sie in Forschung und Entwicklung investieren, um neue Standards zu erfüllen. In Berichten über die Branche wird betont, dass strengere Effizienzanforderungen zu einem steigenden Bedarf an modernen Aufzugsanlagen führen können, was sich auf die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen von Unternehmen wie Kone auswirkt.

Welcher Anlegertyp könnte Kone Oyj in Betracht ziehen - und wer sollte vorsichtig sein

Kone Oyj könnte für Anleger interessant sein, die sich für internationale Industriewerte mit einem starken Serviceanteil im Geschäftsmodell interessieren. Dazu zählen unter anderem Investoren, die auf langfristige strukturelle Trends wie Urbanisierung und demografischen Wandel setzen. Der Bedarf an Aufzügen und Rolltreppen in wachsenden Städten sowie die Modernisierung bestehender Gebäude könnten über Jahre hinweg für Nachfrage sorgen. Für Anleger, die Diversifikation über Branchen und Regionen suchen, kann ein Engagement in einem global tätigen Aufzugsspezialisten grundsätzlich eine Ergänzung zu einem stark auf den deutschen Markt fokussierten Portfolio darstellen.

Gleichzeitig sollten sich eher risikobewusste Anleger der branchenspezifischen Risiken bewusst sein. Das Neuanlagengeschäft von Kone Oyj hängt stark von Bau- und Immobilienzyklen ab. In Phasen schwächerer Bautätigkeit oder in Märkten mit Überkapazitäten können Auftragseingang und Umsätze unter Druck geraten. Berichte zur Lage im chinesischen Immobiliensektor haben in der Vergangenheit gezeigt, dass sich die Nachfrage nach neuen Aufzugsanlagen in dieser Region verändern kann, was Auswirkungen auf die gesamte Branche haben könnte, wie Analysen von Wirtschaftsmedien nahelegen, etwa Financial Times Stand 05.03.2026.

Zudem unterliegt der Wettbewerb im Aufzugs- und Rolltreppenmarkt einem hohen Preisdruck. Mehrere globale Wettbewerber konkurrieren um große Projekte, insbesondere in Schwellenländern. Dies kann sich auf Margen und Profitabilität auswirken, wenn Unternehmen gezwungen sind, bei Ausschreibungen aggressiv zu kalkulieren. Auch Schwankungen bei Rohstoff- und Energiekosten spielen eine Rolle, da sie die Herstellkosten beeinflussen können. Anleger, die empfindlich auf Ergebnisvolatilität reagieren, sollten diese Faktoren berücksichtigen.

Hinzu kommt, dass Kone Oyj als Industriekonzern Wechselkursrisiken ausgesetzt ist, da Umsätze und Kosten in verschiedenen Währungen anfallen. In Phasen starker Währungsschwankungen können sich diese Effekte in den ausgewiesenen Zahlen niederschlagen. Auch politische und regulatorische Veränderungen in einzelnen Märkten, etwa strengere Sicherheitsvorschriften oder Handelsbeschränkungen, können die Rahmenbedingungen beeinflussen. Anleger mit sehr kurzfristigem Anlagehorizont und geringer Risikotoleranz sollten sich daher bewusst machen, dass der Aktienkurs auf solche Nachrichten empfindlich reagieren kann.

Für Investoren mit langfristigem Ansatz kann hingegen die Kombination aus Servicegeschäft, globaler Präsenz und technologischer Entwicklung im Bereich vernetzter Aufzüge, digitaler Wartungslösungen und Energieeffizienz interessant sein. Entscheidend ist, dass sie sich intensiv mit den veröffentlichten Geschäftsberichten, Quartalszahlen und Ausblicken des Unternehmens auseinandersetzen, um Risiken und Chancen eigenständig abzuwägen und eine zu ihrer persönlichen Anlagestrategie passende Entscheidung zu treffen.

Risiken und offene Fragen

Zu den wesentlichen Risiken für Kone Oyj zählt die Abhängigkeit vom Bausektor, insbesondere in wichtigen Märkten wie China, Europa und Nordamerika. Wenn die Bautätigkeit in diesen Regionen zurückgeht oder sich Projektplanungen verzögern, kann dies das Neuanlagengeschäft belasten. In Berichten zum Immobiliensektor wird immer wieder darauf hingewiesen, dass in einigen Märkten strukturelle Herausforderungen bestehen, etwa im chinesischen Wohnungsbau. Solche Entwicklungen könnten zu einem intensiveren Wettbewerb um verbleibende Projekte führen, was sich negativ auf Preise und Margen auswirken kann.

Ein weiteres Risiko liegt in der starken Wettbewerbsintensität der Branche. Kone Oyj konkurriert mit mehreren internationalen Herstellern, die ebenfalls über breite Portfolios und globale Präsenz verfügen. Der Wettbewerb erstreckt sich nicht nur auf Neuprojekte, sondern auch auf das Servicegeschäft, in dem Anbieter um langfristige Wartungsverträge ringen. Um Marktanteile zu behaupten oder auszubauen, müssen Unternehmen in Produktinnovationen, Servicequalität und digitale Lösungen investieren. Dies erfordert laufende Ausgaben für Forschung und Entwicklung, die in den Finanzberichten von Kone ausgewiesen werden.

Regulatorische und sicherheitsrelevante Anforderungen stellen eine weitere Unsicherheitsquelle dar. Aufzüge und Rolltreppen unterliegen strengen Normen und Prüfungen. Änderungen der Sicherheitsvorschriften können zusätzliche Investitionen in Produktanpassungen erforderlich machen. Gleichzeitig eröffnen strengere Regeln Chancen im Modernisierungsgeschäft, da ältere Anlagen nachgerüstet oder ersetzt werden müssen. Wie sich die Balance zwischen zusätzlichen Kosten und neuen Umsatzchancen entwickelt, bleibt eine wichtige Frage für die Branche.

Technologische Veränderungen und die Digitalisierung von Gebäudetechnik können sowohl Chance als auch Risiko sein. Einerseits ermöglichen digitale Lösungen wie Fernüberwachung und vorausschauende Wartung effizientere Serviceprozesse, andererseits steigen die Anforderungen an Cybersecurity und Datenmanagement. Unternehmen müssen sicherstellen, dass ihre Systeme gegen Angriffe geschützt sind und regulatorische Vorgaben zum Datenschutz einhalten. Etwaige Vorfälle könnten das Vertrauen von Kunden beeinträchtigen und zu Haftungsrisiken führen.

Schließlich sind auch makroökonomische Faktoren wie Zinsentwicklung, Inflation und Wechselkurse zu berücksichtigen. Steigende Zinsen können die Finanzierungskosten für Bauprojekte erhöhen und Investitionsentscheidungen verzögern. Wechselkursschwankungen wirken sich auf die in Euro berichteten Zahlen aus, da Kone Oyj Umsätze in verschiedenen Währungen erzielt. Diese externen Faktoren lassen sich von Unternehmen nur begrenzt beeinflussen, werden von Anlegern jedoch bei der Analyse von internationalen Industriewerten typischerweise in die Risikobetrachtung einbezogen.

Fazit

Kone Oyj ist als globaler Anbieter von Aufzügen, Rolltreppen und Gebäudezugangssystemen in einem Markt tätig, der von langfristigen Megatrends wie Urbanisierung, Verdichtung der Städte und wachsender Bedeutung von Barrierefreiheit geprägt ist. Das Geschäftsmodell kombiniert das zyklischere Neuanlagengeschäft mit einem bedeutenden Service- und Wartungsbereich, der durch langfristige Verträge wiederkehrende Einnahmen generiert. In den jüngsten Geschäftsberichten und Quartalszahlen, veröffentlicht im Februar und April 2026, stellte das Unternehmen ein organisches Wachstum im Servicegeschäft und einen soliden Auftragsbestand heraus.

Für deutsche Anleger ist Kone Oyj unter anderem deshalb interessant, weil die Aktie an deutschen Handelsplätzen verfügbar ist und das Unternehmen in einem für die Gebäudewirtschaft relevanten Segment tätig ist. Die internationale Ausrichtung mit Schwerpunkten in Europa, Asien-Pazifik und Nordamerika sorgt für eine geografische Diversifikation der Ertragsquellen. Gleichzeitig ist das Unternehmen der Dynamik des Bausektors, der Wettbewerbssituation in der Aufzugsbranche und makroökonomischen Rahmenbedingungen ausgesetzt.

Wie sich die Kone Oyj-Aktie künftig entwickelt, hängt maßgeblich davon ab, wie sich Auftragseingang, Servicewachstum, Margen und regionale Märkte entwickeln und wie erfolgreich der Konzern seine digitalen Lösungen und Modernisierungsangebote im Markt platzieren kann. Anleger, die die Aktie beobachten, nutzen üblicherweise die veröffentlichten Geschäftsberichte, Quartalszahlen, Präsentationen und Branchenanalysen, um Chancen und Risiken eigenständig zu bewerten. Dieser Artikel dient der Einordnung des Geschäftsmodells und der aktuellen Entwicklungen, ersetzt jedoch keine individuelle Informationsrecherche und keine persönliche Entscheidung.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Aktien sind volatile Finanzinstrumente.

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