MercadoLibre Aktie: Aguzin kauft für 1 Million im Mai
30.05.2026 - 18:31:43 | boerse-global.deWährend große Fonds bei MercadoLibre die Reißleine ziehen, setzt die Führungsetage ein deutliches Zeichen. Director Alejandro Nicolas Aguzin kaufte im Mai Aktien für fast eine Million Dollar. Dieser Vertrauensbeweis trifft auf einen Markt, der nach schwachen Margen und institutionellen Verkäufen verunsichert ist.
Aguzin erwarb 600 Aktien zu einem Preis von 1.655,93 Dollar pro Stück. Marktbeobachter werten diesen Schritt als Signal, dass das Management die langfristige Strategie über die aktuelle Volatilität stellt. Die Käufe aus der Führungsetage stehen im krassen Gegensatz zur Stimmung vieler Großinvestoren.
Flucht der Institutionellen
Große Adressen kehrten dem lateinamerikanischen E-Commerce-Riesen zuletzt den Rücken. NWI Management löste im ersten Quartal 2026 eine Position von 42.700 Aktien komplett auf. Parallel dazu reduzierten der National Pension Service und Knights of Columbus ihre Anteile um 9,2 beziehungsweise 79,5 Prozent.
Der Rückzug erfolgt vor dem Hintergrund eines zunehmenden Wettbewerbsdrucks in der Region. Investoren sorgen sich vor allem um die Rentabilität, da das Unternehmen massiv in seine Infrastruktur investiert.
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Wachstum erkauft durch Margen
Operativ zeigt MercadoLibre ein zweigeteiltes Bild. Der Umsatz kletterte im ersten Quartal um 49 Prozent auf 8,845 Milliarden Dollar. Derweil drückten die hohen Ausgaben für Logistik und Finanzdienste die operative Marge auf 6,9 Prozent.
Der Gewinn je Aktie lag mit 8,23 Dollar unter den Erwartungen des Marktes. Dies belastete den Kurs zusätzlich zu den institutionellen Verkäufen. Dennoch bleibt die Dynamik bei der Kundengewinnung hoch.
84 Millionen Menschen kauften zuletzt auf dem Marktplatz ein, ein Plus von 26 Prozent. Das Bruttowarenvolumen stieg parallel dazu um 42 Prozent. Hinzu kommt ein Zuwachs beim gesamten Zahlungsvolumen von 50 Prozent. Die Plattform festigt damit ihre Marktstellung im Fintech-Bereich.
Analysten bleiben optimistisch
An der Börse bleibt die Lage vorerst angespannt. Mit 1.450,20 Euro notiert die Aktie seit Jahresbeginn knapp 14 Prozent im Minus. Ein technischer Indikator, der RSI, liegt mit 72,8 bereits im überkauften Bereich.
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Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 2.255 Dollar. Während die Citigroup 1.950 Dollar anvisiert, traut Jefferies dem Papier sogar 2.600 Dollar zu. Die Spanne der Erwartungen bleibt damit ungewöhnlich weit.
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