OHB: 1 Milliarde Euro Re-IPO geplant
20.05.2026 - 21:35:41 | boerse-global.deOHB bereitet einen Kapitalmarktschritt vor, der für den Bremer Raumfahrtkonzern ungewöhnlich groß wäre. KKR will Anteile abgeben, die Gründerfamilie Fuchs bleibt klar am Steuer. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Raumfahrt und Verteidigung ziehen mehr Geld an.
Sieben Banken für den Re-IPO
OHB baut das Bankenkonsortium für die geplante Aktienplatzierung weiter aus. Berenberg und Commerzbank kommen neu hinzu. Sie arbeiten mit Jefferies und UniCredit zusammen.
Bereits mandatiert waren Deutsche Bank, Goldman Sachs und JPMorgan. Damit umfasst das Konsortium nun sieben Banken. Die Transaktion könnte mehr als 1 Milliarde Euro einbringen.
Am Markt gilt der Schritt als eine Art „Re-IPO“. Der Grund liegt im engen Streubesitz. Nur ein kleiner Teil der Aktien ist frei handelbar, ein größerer Verkauf würde die Börsenstory neu öffnen.
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KKR reduziert, Fuchs bleibt dominant
Verkäufer ist KKR. Der Finanzinvestor hält rund 29 Prozent an OHB und will etwa 20 Prozent davon platzieren. Die Gründerfamilie Fuchs behält mit 65 Prozent der Stimmrechte die klare Kontrolle.
Damit ändert sich nicht die Machtstruktur. Es geht vor allem um mehr Handelbarkeit und einen größeren Investorenkreis. Für OHB kann das wichtig werden, wenn das Unternehmen weitere Finanzierungswege nutzt.
CEO Marco Fuchs verweist auf stark steigende Raumfahrtbudgets im Verteidigungsbereich. Allein die Bundeswehr wolle bis 2030 jährlich rund 7 Milliarden Euro für Raumfahrt ausgeben. OHB prüft deshalb Finanzierungsoptionen, darunter Kredite und eine mögliche Kapitalerhöhung.
Das Ziel ist klar: größere Konstellationsprojekte vorfinanzieren und die Fertigung ausbauen. Den genauen Zeitplan macht das Unternehmen von den Marktbedingungen abhängig. Ein Abschluss noch im ersten Halbjahr 2026 gilt als Ziel.
Zahlen liefern Rückenwind
Operativ kommt OHB mit Schwung in diese Phase. Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz um 15 Prozent auf 200,8 Millionen Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge lag bei 9,7 Prozent.
Auch beim Ergebnis zeigt sich der Hebel. Das bereinigte EBITDA kletterte um 37 Prozent auf 27,3 Millionen Euro. Der Gewinn je Aktie lag bei 0,52 Euro nach 0,20 Euro im Vorjahr.
Besonders wichtig ist der Auftragsbestand. Er erreichte mit 3,35 Milliarden Euro einen historischen Höchstwert. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Plus von 45 Prozent.
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Für die kommenden Jahre peilt das Management deutlich mehr Größe an. Die Gesamtleistung soll 2026 bei 1,4 Milliarden Euro liegen, 2027 bei 1,7 Milliarden Euro. Für 2028 plant OHB mehr als 2,0 Milliarden Euro.
Im laufenden Jahr strebt der Konzern eine EBITDA-Marge von 11 Prozent an. Mittelfristig soll der Auftragseingang im Schnitt rund 3 Milliarden Euro pro Jahr erreichen. Treiber sind ESA, EU, nationale Kunden und das wachsende Verteidigungsgeschäft.
Im Kalender folgen nun konkrete Termine. Vorgesehen sind 0,60 Euro Bardividende je Aktie, der Dividendenabschlag soll am 9. Juni 2026 erfolgen. Die Hauptversammlung ist für den 24. Juni 2026 terminiert, die Q2-Zahlen folgen am 6. August 2026.
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