Rheinmetall Aktie: 1,15 Milliarden für 72 Radhaubitzen
15.05.2026 - 01:39:56 | boerse-global.deStarke operative Nachrichten, schwacher Aktienkurs — bei Rheinmetall klaffen Realität und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Während das Papier am Mittwoch noch ein neues 52-Wochen-Tief markierte, füllt der Rüstungskonzern seine Auftragsbücher weiter auf. Am Donnerstag reagiert der Markt: Die Aktie klettert um gut zwei Prozent auf 1.146,80 Euro.
Briten bestellen Radhaubitzen
Den jüngsten Schub liefert die britische Armee. Über das Joint Venture Artec bestellt London 72 Radhaubitzen des Typs RCH 155. Das Vertragsvolumen beläuft sich auf rund 1,15 Milliarden Euro. Das System gilt als hochmodern, da es Ziele direkt aus der Bewegung heraus bekämpfen kann.
Parallel zum Artilleriegeschäft baut das Unternehmen seine Kapazitäten für unbemannte Systeme aus. Am Standort Neuss startet die Serienproduktion für die Kamikaze-Drohne FV-014. Bislang fertigte Rheinmetall diese sogenannte Loitering Munition primär in Braunschweig.
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Ein Rahmenvertrag mit der Bundeswehr über rund 300 Millionen Euro sichert die Ausweitung ab. Die neue Fertigungslinie soll die hohe europäische Nachfrage bedienen und Lieferketten robuster machen. Erste Auslieferungen aus Neuss plant das Management für das kommende Jahr.
Vorstände greifen zu
Auch auf Führungsebene wächst offenbar der Optimismus. Vorstandsmitglied René Gansauge erwarb am 12. Mai Rheinmetall-Aktien im Wert von rund 246.000 Euro. Zuvor hatten bereits Aufsichtsratsmitglieder eigene Papiere gekauft. Marktbeobachter werten solche Transaktionen oft als Signal für Vertrauen in die operative Entwicklung.
Aktionäre profitieren indes von der gestrigen Hauptversammlung. Dort beschloss das Gremium eine Dividende von 11,50 Euro je Aktie. Das Papier wird aktuell mit einem entsprechenden technischen Abschlag gehandelt, die Auszahlung erfolgt am 15. Mai.
Die fundamentale Basis bleibt massiv. Der Auftragsbestand summiert sich auf etwa 73 Milliarden Euro. Für das zweite Quartal 2026 erwartet der Konzern nun eine deutliche Wachstumsbeschleunigung. Treibende Kräfte sind der Hochlauf der Munitionsproduktion in Spanien sowie die geplante Auslieferung zuvor verschobener Fahrzeugtranchen.
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