Rheinmetall: Marine-Geschäft soll bis 2030 auf 5 Milliarden wachsen
08.05.2026 - 06:35:09 | boerse-global.deRheinmetall hat am Mittwoch seinen Quartalsbericht für das erste Quartal 2026 vorgelegt. Das Bild ist zweigeteilt: Die operative Marge verbessert sich, der Cashflow enttäuscht deutlich — und der Kurs reagiert mit einem Minus von fast sechs Prozent auf 1.352,80 Euro.
Marine-Sparte erstmals im Zahlenwerk
Mit dem Abschluss der NVL-Übernahme im Februar ist Rheinmetall nun auch im Schiffbau aktiv. Das neue Segment Naval Systems steuerte im ersten Quartal 77 Millionen Euro Umsatz bei — bei einer EBIT-Marge von rund zehn Prozent. CEO Armin Papperger sprach von ersten konkreten Meilensteinen: Stahlschnitt, Stapelläufe und die Taufe der Korvette „Lübeck".
Das Ziel ist ambitioniert. Bis 2030 will Rheinmetall das Marine-Geschäft auf fünf Milliarden Euro ausbauen. Dazu plant der Konzern, den eigenen Wertschöpfungsanteil von rund 30 auf 50 Prozent zu steigern. Eine weitere Werft ist bereits im Visier: Für German Naval Yards soll die Due-Diligence-Prüfung in Kürze beginnen.
Starke Marge, schwacher Cashflow
Das operative Ergebnis stieg um 17 Prozent auf 224 Millionen Euro. Die operative Marge kletterte auf 11,6 Prozent — nach 10,6 Prozent im Vorjahresquartal. Der Gewinn je Aktie verbesserte sich auf 2,18 Euro.
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Kein Wunder, dass Anleger dennoch nervös reagieren. Der operative Free Cashflow drehte auf einen Abfluss von 285 Millionen Euro — der Konsens hatte einen Zufluss von 181 Millionen Euro erwartet. Papperger erklärte den Fehlbetrag zum Teil mit rund 200 Millionen Euro an fertigen Lkw-Lieferungen, die wegen kundenseitig festgelegter Daten nicht im ersten Quartal ausgeliefert werden konnten.
Nominierungen von 20 Milliarden Euro fĂĽr Q2
Für das zweite Quartal erwartet Papperger Nominierungen von rund 20 Milliarden Euro. Darunter fallen Loitering-Munition im Wert von rund zwei Milliarden Euro, ein MBT-Vertrag in Italien sowie ein Lynx-Programm in Rumänien in finalen Verhandlungen. Das F126-Fregatten-Programm — von Papperger mit mehr als zehn Milliarden Euro beziffert — könnte ebenfalls im zweiten Quartal unterschrieben werden.
Die Jahresprognose bleibt unverändert: 14 bis 14,5 Milliarden Euro Umsatz und eine operative Marge von 18,5 bis rund 19 Prozent. Moody's bestätigte laut CFO das Baa1-Rating mit positivem Ausblick.
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