Riot Blockchain Aktie: AMD-Deal in Rockdale
Veröffentlicht: 07.07.2026 um 16:45 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Riot Platforms baut um. Der Bitcoin-Miner wandelt sich schrittweise zum Anbieter für KI-Infrastruktur. Die Börse reagiert nervös auf die hohen Kosten und schickt die Aktie um 7,75 Prozent auf 18,32 Euro ins Minus.
Milliardendeal mit AMD
In Rockdale, Texas, entstehen derzeit riesige Rechenzentren. Riot hat dafür einen 10-Jahres-Vertrag mit dem Chip-Riesen AMD geschlossen. Das Projekt wächst bereits vor der Fertigstellung. Die Kapazität wurde kürzlich von 25 auf 50 Megawatt verdoppelt.
Der Konzern erwartet daraus verlässliche Mieteinnahmen. Die Basismiete beläuft sich auf rund 311 Millionen Dollar. Durch verschiedene Verlängerungsoptionen könnte die Summe auf bis zu 636 Millionen Dollar steigen. Riot will sich so vom volatilen Mining-Geschäft unabhängiger machen.
Bitcoin als Cash-Reserve
Der massive Ausbau der Infrastruktur ist kapitalintensiv. Riot hat vor diesem Hintergrund 500 BTC an NYDIG Custody übertragen. Marktbeobachter werten diesen Schritt als gezielte Finanzierungsmaßnahme für die neuen Rechenzentren. Der Verkauf von Kryptobeständen sichert aktuell das operative Wachstum.
Trotz der Verkäufe bleibt das Polster in der Bilanz groß. Riot hält 15.679 BTC im Wert von etwa 1,1 Milliarden Dollar. Im ersten Quartal 2026 betrug der Gesamtumsatz 167,2 Millionen Dollar.
Das neue Segment für Rechenzentren lieferte dazu bereits einen Beitrag. Es steuerte 33,2 Millionen Dollar zum Quartalsergebnis bei.
Fokus auf Energiequellen
Das Management sucht parallel nach langfristigen Stromlösungen. Ein Projekt mit Terrestrial Energy prüft derzeit den Einsatz von Flüssigsalzreaktoren. Diese Kleinkraftwerke sollen die enorme Leistung von 1,7 Gigawatt an genehmigter Kapazität stützen.
Die Aktie kämpft derweil mit einer hohen Volatilität von 71 Prozent. Seit Jahresbeginn steht zwar ein Plus von gut 51 Prozent zu Buche.
Allerdings ist das Papier vom 52-Wochen-Hoch bei 26,52 Euro rund 31 Prozent entfernt. Der Kurs liegt aktuell noch 15 Prozent über seinem 200-Tage-Durchschnitt.
Die Transformation zum KI-Dienstleister ist in vollem Gange. Die termingerechte Fertigstellung der Anlagen in Texas wird über den weiteren Erfolg der Strategie entscheiden.
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