SMI, Rekord

SMI: Rekord auf Rekord

26.06.2026 - 00:22:50 | boerse-global.de

Der SMI schließt mit neuem Allzeithoch, angetrieben durch starke Micron-Zahlen und anhaltende KI-Nachfrage nach Speicherchips.

SMI auf Rekordjagd: KI-Rückenwind treibt Schweizer Leitindex
SMI - Ein stilisierter, goldener Liniengraph, der nach oben zeigt, vor einer verschwommenen modernen Stadtlandschaft in der Abenddämmerung. 26.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Zweimal Allzeithoch in zwei Tagen — der Schweizer Leitindex läuft derzeit zur Hochform auf. Am Donnerstag schloss der SMI mit einem Plus von 0,81 Prozent auf 14.231,96 Punkte, nachdem er im Handelsverlauf sogar die Marke von 14.260 Punkten überschritten hatte. Ein neuer Rekordstand, der den Vortagesrekord nahtlos ablöst.

Micron zündet den KI-Funken

Den entscheidenden Impuls lieferte der US-Chiphersteller Micron. Dessen Quartalszahlen übertrafen die Erwartungen deutlich, der Ausblick fiel noch stärker aus. Für Aufmerksamkeit sorgte dabei vor allem die Ausweitung langfristiger Kundenverträge — von einem auf nun 16 in nur einem Quartal. Das Signal: Die KI-Nachfrage nach Speicherchips ist kein kurzfristiger Trend. Europäische Chipwerte wie ASML und STMicroelectronics profitierten messbar, und die positive Stimmung strahlte auf den gesamten Markt aus.

Der SMI startete den Donnerstag noch mit einem leichten Minus. Dass er am Ende klar im Plus schloss, zeigt die Zugkraft des KI-Rückenwinds — selbst für einen Index, der traditionell von defensiven Schwergewichten aus Pharma und Konsumgütern geprägt wird.

Zykliker führen, Defensive hält mit

Ungewöhnlich für den SMI: Zyklische Werte übernahmen diesmal die Führung. Das Segment profitierte direkt vom Stimmungsumschwung rund um KI und Halbleiter. Energieversorger legten europaweit am stärksten zu — angetrieben durch den wachsenden Strombedarf von Rechenzentren.

Hinzu kamen außenwirtschaftliche Entspannungssignale. Nachlassende Inflationssorgen im Zuge von Hoffnungen auf ein Ende des Iran-Kriegs sowie robuste US-Konjunkturdaten stützten die Risikobereitschaft der Anleger. Die defensiven SMI-Schwergewichte hielten sich unter diesen Bedingungen zwar gut, bremsten den Aufstieg aber spürbar — weil das frische Kapital bevorzugt in wachstumsorientierte Titel floss.

Strukturell sehen Marktbeobachter die Halbleiter-Rally als nachhaltig an: Angebotsengpässe dürften den Sektor mindestens bis 2027 stützen. Für den SMI bedeutet das, dass KI-nahe Werte künftig stärker als Kurstreiber wirken könnten — eine Verschiebung im Charakter des traditionell defensiven Index.

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