Geld fĂŒr Trump-AnhĂ€nger? Gericht pausiert umstrittenen Fonds
29.05.2026 - 16:43:35 | dpa.deEin Bundesgericht in Virginia stoppte vorĂŒbergehend die PlĂ€ne und setzte eine Gerichtsanhörung fĂŒr den 12. Juni an, wie aus der Entscheidung hervorgeht. Das Gericht will mit dem Stopp sicherstellen, dass bis zur KlĂ€rung des Falls keine Gelder unwiderruflich ĂŒber den Fonds ausgezahlt werden können.
Trump hatte wegen seines EntschĂ€digungsfonds - Anti-Weaponization Fund - selbst aus den eigenen Reihen der Republikaner massiv Kritik auf sich gezogen. Kritiker reden von "Schmiergeld" fĂŒr Trump-Getreue und von Korruption. Im Kongress wurden sogar Abstimmungen ĂŒber andere Haushaltsgelder vorerst verzögert, um so Druck auf Trump aufzubauen.
Rund 1,8 Milliarden Dollar (rund 1,5 Milliarden Euro) sollen laut US-Justizministerium in einen neuen Fonds flieĂen, mit dem angebliche Opfer von politisch oder ideologisch motiviertem Vorgehen des Staates entschĂ€digt werden sollen.
Geld fĂŒr Beteiligte am Sturm auf das Kapitol?
BefĂŒrchtet wird von Kritikern, dass Staatsgeld fĂŒr die Belohnung von Trump-AnhĂ€ngern ausgegeben werden könnte, die beim Sturm auf das Kapitol 2021 dabei gewesen waren und dafĂŒr wĂ€hrend der Regierungszeit Joe Bidens angeklagt worden waren. Trump hatte nach seinem Amtsantritt 2025 etliche Begnadigungen ausgesprochen.
Am 6. Januar 2021 war es in der US-Hauptstadt Washington zu einem gewaltsamen Sturm auf das ParlamentsgebÀude gekommen, wo der Wahlsieg des Demokraten und Trump-Gegners Biden offiziell bestÀtigt werden sollte.
Trump - damals nach seiner ersten Amtszeit (2017-2021) abgewĂ€hlt, aber noch im Amt - wiederholte in einer Rede die mehrfach widerlegte Behauptung, er sei durch Betrug um den Wahlsieg gebracht worden. Nach der Rede stĂŒrmten Trumps AnhĂ€nger den Sitz des Parlaments.
Der Fonds ist das Ergebnis eines bemerkenswerten Vergleichs zwischen Trump und der Justiz: Der PrĂ€sident hatte im Januar als Privatperson gegen den Staat geklagt und eine MilliardenentschĂ€digung gefordert. In der Klage war einem damaligen Mitarbeiter der Bundessteuerbehörde (Internal Revenue Service, IRS) vorgeworfen worden, sich wĂ€hrend Trumps erster Amtszeit (2017-2021) unrechtmĂ€Ăig Zugang zu Steuerdaten der Familienfirma Trump Organization verschafft und diese an "linksgerichtete Medien" weitergegeben zu haben. Die Behörde untersteht dem US-Finanzministerium.
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