Vivendi, Aktie

Vivendi Aktie: Gameloft rückt ins Zentrum

Veröffentlicht: 07.07.2026 um 09:19 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Vivendi treibt die Neuausrichtung voran: Fokus auf Gameloft und Kernbeteiligungen soll den Bewertungsabschlag an der Börse korrigieren.

Vivendi Aktie: Strategischer Umbau zur schlanken Beteiligungsgesellschaft
Vivendi - Eine futuristische, neonbeleuchtete digitale Landschaft, die die Videospielindustrie darstellt und Innovation und Wachstum vermittelt. 07.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Vivendi lässt die Ära des unübersichtlichen Gemischtwarenladens hinter sich. Nach der strategischen Aufspaltung Ende 2024 agiert der Konzern nun als spezialisierte Beteiligungsgesellschaft. Das Management will damit den chronischen Bewertungsabschlag an der Börse beenden.

Dafür rückt die aktive Verwaltung der Medien- und Unterhaltungsportfolios ins Zentrum. Die gesamte Struktur ist nun klarer auf Wachstum ausgerichtet.

Fokus auf Gameloft und Kernbeteiligungen

Eine zentrale Rolle spielt die Tochtergesellschaft Gameloft. Die Spieleschmiede treibt das interne Wachstum voran. Der Entwickler wagt dabei den Sprung über das klassische Mobilgeschäft hinaus. Künftig sollen vermehrt PC- und Konsolenspiele die Erträge stützen.

Der Wert von Vivendi hängt zudem stark von den Minderheitsbeteiligungen ab. Dazu gehören Schwergewichte wie die Universal Music Group oder europäische TV-Sender. Das Management strafft das Portfolio konsequent. Um Kapital für Medieninhalte freizusetzen, trennte sich der Konzern zuletzt von seinen Telekommunikationswerten.

Schuldenabbau schafft Spielraum

Die Bilanz hat sich seit der Umstrukturierung stabilisiert. Durch harte Kostensenkungen auf Konzernebene sank die Nettoverschuldung im vergangenen Jahr deutlich. Diese finanzielle Freiheit benötigt Vivendi, um das Portfolio aktiv zu steuern und neue Gelegenheiten im Mediensektor zu nutzen.

Als wichtigster Maßstab für den Erfolg gilt nun der Nettoinventarwert (NAV). Er spiegelt den geschätzten Wert aller Beteiligungen abzüglich der finanziellen Verbindlichkeiten wider. Diese Kennzahl bietet Anlegern eine verlässliche Orientierung für die Bewertung der Holding.

Die nächsten Schritte hängen von den Positionen an Lagardère und der Universal Music Group ab. Weitere Anpassungen bei diesen Beteiligungen würden den künftigen Kurs der Kapitalallokation signalisieren. Parallel dazu könnten gerichtliche Prüfungen zur Stimmrechtskontrolle die Machtverhältnisse der Großaktionäre beeinflussen. Als strategischer Anker bleibt Vivendi ein zentraler Akteur bei der Konsolidierung der europäischen Medienlandschaft.

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