Nordrhein-Westfalen, Deutschland

CDU siegt klar in NRW – AfD schafft Sprung auf Platz drei

14.09.2025 - 23:04:39 | dpa.de

13,7 Millionen Menschen durften in NRW wählen – und die CDU gewinnt klar. Die AfD überholt die Grünen und kann ihr Ergebnis fast verdreifachen. Die OB-Wahlen sind vielerorts noch nicht entschieden.

  • NRW hat auf kommunaler Ebene gewählt: neue Parlamente, Landräte und Oberbürgermeister.  - Bild: Christoph Reichwein/dpa
    NRW hat auf kommunaler Ebene gewählt: neue Parlamente, Landräte und Oberbürgermeister. - Bild: Christoph Reichwein/dpa
  • NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat sich besorgt angesichts des starken Abschneidens der AfD geäußert. - Bild: Fabian Strauch/dpa
    NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat sich besorgt angesichts des starken Abschneidens der AfD geäußert. - Bild: Fabian Strauch/dpa
  • Stark hinzugewinnen konnte die AfD, hier mit Norbert Emmerich und Enxhi Seli-Zacharias.  - Bild: Henning Kaiser/dpa
    Stark hinzugewinnen konnte die AfD, hier mit Norbert Emmerich und Enxhi Seli-Zacharias. - Bild: Henning Kaiser/dpa
  • Bei den Kommunalwahlen im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen bleibt die CDU in den Stadträten und Kreistagen die stärkste Kraft. - Bild: Christoph Reichwein/dpa
    Bei den Kommunalwahlen im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen bleibt die CDU in den Stadträten und Kreistagen die stärkste Kraft. - Bild: Christoph Reichwein/dpa
NRW hat auf kommunaler Ebene gewählt: neue Parlamente, Landräte und Oberbürgermeister.  - Bild: Christoph Reichwein/dpa NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat sich besorgt angesichts des starken Abschneidens der AfD geäußert. - Bild: Fabian Strauch/dpa Stark hinzugewinnen konnte die AfD, hier mit Norbert Emmerich und Enxhi Seli-Zacharias.  - Bild: Henning Kaiser/dpa Bei den Kommunalwahlen im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen bleibt die CDU in den Stadträten und Kreistagen die stärkste Kraft. - Bild: Christoph Reichwein/dpa

Die CDU bleibt bei den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen trotz leichter Rückgänge klar die stärkste Kraft. Zu den Gewinnern im bevölkerungsreichsten Bundesland gehört aber auch die AfD, die ihr Ergebnis fast verdreifachen konnte. Damit landete sie in der bundesweit beachteten Wahl auf dem dritten Platz hinter der SPD. Die Grünen mussten im Vergleich zu den Kommunalwahlen 2020 erhebliche Einbußen hinnehmen.

Die Abstimmung in NRW galt als erster politischer Stimmungstest für die schwarz-rote Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz (CDU) nach der vorgezogenen Bundestagswahl im Februar.

SPD erreicht 22,1 Prozent

Laut vorläufigem Landesergebnis erreichte die CDU in den Stadträten und Kreistagen 33,3 Prozent (2020: 34,3 Prozent). Die SPD kam auf 22,1 Prozent (2020: 24,3 Prozent), wie die Landeswahlleiterin im Internet mitteilte. Die AfD holte im bevölkerungsreichsten Bundesland 14,5 Prozent (2020: 5,1 Prozent), die Grünen bekamen 13,5 Prozent (2020: 20,0 Prozent). Schon bei der Bundestagswahl im Februar hatte die AfD in NRW die Grünen überholt.

Die Linke kam auf 5,6 Prozent (2020: 3,8 Prozent) und die FDP auf 3,7 Prozent (2020: 5,6 Prozent).

Die Wahlbeteiligung lag laut Landeswahlleiterin bei 56,8 Prozent und damit deutlich über der von 2020 (51,9 Prozent).

Das Erstarken der AfD im Westen löste bei den anderen Parteien Sorge aus. «Dieses Ergebnis muss uns zu denken geben, kann uns auch nicht ruhig schlafen lassen», sagte NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU). «Selbst meine Partei nicht, die diese Wahl so klar gewonnen hat.»

Stichwahlen in vielen NRW-Großstädten

Gewählt wurden neben den Kommunalparlamenten auch Bürgermeister, Oberbürgermeister und Landräte. In vielen Großstädten wie Aachen, Bonn, Bochum, Bielefeld, Düsseldorf, Dortmund, Duisburg, Essen, Köln und Münster gibt es am 28. September Stichwahlen um die Oberbürgermeister-Posten.

In der größten NRW-Stadt Köln kommt es zu einer Stichwahl zwischen der Grünen-Landtagsvizepräsidentin Berivan Aymaz und dem SPD-Mann Torsten Burmester. In der Landeshauptstadt Düsseldorf lag Amtsinhaber Stephan Keller (CDU) vorn, er muss aber in die Stichwahl gegen Clara Gerlach (Grüne). In Bonn muss sich die grüne Oberbürgermeisterin Katja Dörner einer Stichwahl gegen den CDU-Kandidaten Guido Déus stellen, der im ersten Wahlgang die Nase vorn hatte.

In den Ruhrgebietsstädten Gelsenkirchen, Duisburg und Hagen kamen AfD-Kandidaten in die Stichwahl, sie treten gegen SPD-Kandidaten (Gelsenkirchen, Duisburg) und einen CDU-Kandidaten (Hagen) an.

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