AfD-Protest, Demonstration Düsseldorf

20.000 Menschen protestieren in Düsseldorf gegen die AfD

Veröffentlicht am: 12.09.2026 um 16:08 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

In Düsseldorf sind nach Polizei- und Veranstalterangaben rund 20.000 Menschen gegen die AfD und rechte Hetze durch die Innenstadt gezogen. Die Kundgebung wuchs damit deutlich über die angemeldete Teilnehmerzahl hinaus und verlief friedlich.

  • Auch das blaue Krümelmonster aus der «Sesamstraße» ist im Protestzug zu sehen. - Bild: Thomas Banneyer/dpa
    Auch das blaue Krümelmonster aus der «Sesamstraße» ist im Protestzug zu sehen. - Bild: Thomas Banneyer/dpa
  • Demonstranten erinnern mahnend an die Anfänge der Nazis in Deutschland. - Bild: Thomas Banneyer/dpa
    Demonstranten erinnern mahnend an die Anfänge der Nazis in Deutschland. - Bild: Thomas Banneyer/dpa
  • Jung und Alt vereinen sich in Düsseldorf zum bunten Protest. - Bild: Thomas Banneyer/dpa
    Jung und Alt vereinen sich in Düsseldorf zum bunten Protest. - Bild: Thomas Banneyer/dpa
Auch das blaue Krümelmonster aus der «Sesamstraße» ist im Protestzug zu sehen. - Bild: Thomas Banneyer/dpa Demonstranten erinnern mahnend an die Anfänge der Nazis in Deutschland. - Bild: Thomas Banneyer/dpa Jung und Alt vereinen sich in Düsseldorf zum bunten Protest. - Bild: Thomas Banneyer/dpa

Unter dem Motto «Kein Schritt zurück! Gegen die AfD und rechte Hetze!» sind nach übereinstimmenden Angaben von Polizei und Veranstaltern rund 20.000 Menschen durch die Düsseldorfer Innenstadt gezogen.

Deutlich größer als angemeldet

Die ursprünglich angemeldete Teilnehmerzahl wurde damit verdoppelt. Mehrere politische Initiativen hatten zu der Protestkundgebung aufgerufen, um ein gemeinsames Zeichen für eine offene demokratische Gesellschaft zu setzen.

Bunte Plakate und friedlicher Zug

Auf den Transparenten stand unter anderem «Kein Platz für Rattenfänger» und «Jetzt können wir herausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!». Zu den Teilnehmenden zählten auch die «Omas gegen Rechts», die mit Stricknadeln und einem Läppchen auftraten.

Nach Polizeiangaben blieb der Protestzug friedlich und ohne Gegendemonstrationen. Bei sonnigem Wetter hatten sich auch zahlreiche Familien mit Kindern angeschlossen.

Politischer Hintergrund

Die Kundgebung stand im Zeichen der Auseinandersetzung mit der AfD und rechter Hetze. Nach Angaben der Veranstalter sollte sie ein gemeinsames Zeichen gegen Ausgrenzung und für eine offene demokratische Gesellschaft setzen.

Politische Signalwirkung

Die Demonstration in Düsseldorf reiht sich in eine seit Jahren sichtbare Mobilisierung gegen die AfD und gegen rechtsextreme Positionen ein. Dass die ursprünglich angemeldete Zahl deutlich übertroffen wurde, zeigt die Reichweite des Themas in einer Landeshauptstadt mit großer politischer und gesellschaftlicher Öffentlichkeit.

Für die Protestierenden steht nicht nur die Partei selbst im Fokus, sondern auch die Sorge vor Ausgrenzung, Verrohung und einer Verschiebung des politischen Tons. Solche Kundgebungen wirken deshalb häufig über den eigentlichen Protesttag hinaus, weil sie lokale Netzwerke stärken und den Widerstand gegen rechte Mobilisierung sichtbar machen.

Einordnung für NRW

In Nordrhein-Westfalen hat das Thema zusätzlich Gewicht, weil das Land wegen seiner Bevölkerungsgröße und politischen Vielfalt als Gradmesser für Stimmungen im Bund gilt. Eine friedliche Großdemo mit Familien, Initiativen und den „Omas gegen Rechts“ unterstreicht, dass sich der Protest nicht auf ein enges Milieu beschränkt, sondern unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen anspricht.

Gleichzeitig zeigt die Veranstaltung, dass die Auseinandersetzung mit der AfD längst nicht nur in Parlamenten geführt wird. Öffentliche Gegensignale wie in Düsseldorf sollen die demokratische Mehrheit sichtbar machen und politischen Kräften den Rücken stärken, die sich klar gegen rechtsextreme Sprache und Ausgrenzung stellen.

Folgen und Bedeutung

Für die weitere Debatte dürfte entscheidend sein, ob aus dem breiten Protest organisatorische Kontinuität entsteht oder ob der Effekt bei einer einmaligen Mobilisierung bleibt. Gerade bei Kundgebungen dieser Größenordnung ist die Symbolik stark: Sie setzt ein Zeichen, ersetzt aber keine politische Strategie.

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