ĂrzteprĂ€sident: Mediziner vor radikalen Abtreibungsgegnern schĂŒtzen
02.01.2024 - 06:06:29Diejenigen, die SchwangerschaftsabbrĂŒche vornehmen, mĂŒssten wirksam vor Drangsalierungen, Bedrohungen und Angriffen bewahrt werden, sagte Reinhardt dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (RND).
"Die Kolleginnen und Kollegen haben es mit teilweise radikal auftretenden Aktivisten zu tun, die in der NĂ€he von Praxen teilweise wochenlang demonstrieren", sagte der PrĂ€sident der BundesĂ€rztekammer. Sie bekĂ€men Mails mit Beleidigungen, aber auch mit expliziten Bedrohungen. Diese Proteste mĂŒssten klar von politischen Demonstrationen abgegrenzt werden. "Denn das, was einige Kolleginnen und Kollegen erleben, geht ĂŒber das Recht auf Versammlungsfreiheit und freie MeinungsĂ€uĂerung weit hinaus."
Bis Ende MÀrz soll eine von der Bundesregierung eingesetzte Kommission ihre Empfehlungen zur Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs vorlegen. Die Kommission soll auch Empfehlungen zum Thema Eizellspende vorlegen. Reinhardt sagte dazu, das Embryonenschutzgesetz sei völlig veraltet: "Es ist nicht mehr zu rechtfertigen, warum die Samenspende erlaubt ist, die Eizellspende aber nicht."

