Greenpeace-Protest gegen geplante Erdgasförderung vor Borkum
30.07.2024 - 07:39:01 | dpa.deRund 20 Aktivisten legten auf Schlauchbooten von Borkum ab und nahmen Kurs auf den geplanten Bauort fĂŒr die geplante Plattform vor den Wattenmeerinseln Borkum und Schiermonnikoog, berichtete ein dpa-Fotograf vor Ort. Demnach wollen sie die Ankunft mehrerer Schiffe verhindern, die fĂŒr die Plattform Rohre und weiteres Baumaterial liefern sollen.
Der niederlÀndische Energiekonzern One-Dyas plant, aus einem Feld vor den Inseln Borkum und Schiermonnikoog Erdgas zu fördern. Dazu soll eine Förderplattform auf niederlÀndischem Hoheitsgebiet rund 23 Kilometer nordwestlich der Insel Borkum errichtet werden. Gefördert werden soll sowohl in niederlÀndischen als auch in deutschen Hoheitsgebieten, nahe dem Nationalpark NiedersÀchsisches Wattenmeer.
UmweltschĂŒtzer fĂŒrchten SchĂ€den fĂŒr Natur
UmweltschutzverbĂ€nde und Inselbewohner in Deutschland und in den Niederlanden lehnen das Energieprojekt ab. Sie fĂŒrchten UmweltschĂ€den fĂŒr das angrenzende Unesco-Weltnaturerbe Wattenmeer und die benachbarten Inseln. AuĂerdem halten sie die Förderung fĂŒr unvereinbar mit Klimazielen. Greenpeace befĂŒrchtet, dass schĂŒtzenswerte Unterwasserbiotope und Riffstrukturen nahe der Bohrstelle und entlang einer Kabeltrasse durch die Erdgasförderung zerstört werden.
Anfang Juni hatten Greenpeace-Aktivisten an Àhnlicher Stelle, etwa 20 Kilometer nördlich der Inseln bereits zeitweise eine schwimmende Bohrplattform besetzt.
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