Zverev, Sieg

Zverev nach zweitem Sieg vor Gruppen-Showdown gegen Alcaraz

13.11.2024 - 22:12:48

Alexander Zverev ist in Turin weiter erfolgreich, aber bangt dennoch um den Halbfinaleinzug. Am Freitag kommt es zur reizvollen Neuauflage des dramatischen French-Open-Endspiels.

  • Alexander Zverev prĂ€sentierte sich gegen Casper Ruud stark am Netz. - Foto: Marco Alpozzi/LaPresse via ZUMA Press/dpa

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  • Carlos Alcaraz war vor seiner Anreise nach Turin krank geworden. - Foto: Marco Alpozzi/LaPresse via ZUMA Press/dpa

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  • Carlos Alcaraz gelingt im zweiten Vorrundenspiel in Turin der erste Sieg. - Foto: Antonio Calanni/AP

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Alexander Zverev prÀsentierte sich gegen Casper Ruud stark am Netz. - Foto: Marco Alpozzi/LaPresse via ZUMA Press/dpaCarlos Alcaraz war vor seiner Anreise nach Turin krank geworden. - Foto: Marco Alpozzi/LaPresse via ZUMA Press/dpaCarlos Alcaraz gelingt im zweiten Vorrundenspiel in Turin der erste Sieg. - Foto: Antonio Calanni/AP

Alexander Zverev hat beim Tennis-Saisonfinale beste Chancen auf den Halbfinaleinzug und steht womöglich dennoch vor einem spannenden Gruppen-Showdown gegen Carlos Alcaraz. Dank eines beeindruckend mutigen Auftritts jubelte der Hamburger in Turin ĂŒber ein 7:6 (7:3), 6:3 gegen den Norweger Casper Ruud. Nervenstark schaffte Zverev im zweiten Spiel den wichtigen zweiten Sieg und hat eine optimale Ausgangsposition. Sein Weiterkommen ist aber trotzdem noch nicht sicher. 

«Ich denke, es war ein sehr gutes Match von beiden von uns. Ich bin sehr glĂŒcklich, aber es war sehr, sehr eng», sagte Zverev. «Vielleicht war es sogar besser als das erste Match. Jetzt freue ich mich auf das Alcaraz-Match», so der 27-JĂ€hrige: «Ich hoffe, ich kann weiter so spielen. Wir werden sehen, was diese Woche passiert.»

Die Entscheidung fĂ€llt am Freitag, wenn Zverev auf den erkrankt geschwĂ€chten Alcaraz trifft sowie Ruud gegen Andrej Rubljow antritt. Zverev muss seine Vierer-Gruppe als Erster oder Zweiter abschließen, um weiter um den Titel bei den ATP Finals der acht erfolgreichsten Tennisprofis des Jahres kĂ€mpfen zu können. Der Weltranglisten-Zweite wĂŒrde auch dann das Final-Wochenende erreichen, falls Rubljow gegen Ruud gewinnen sollte.

Zverev spielt starken Tiebreak

In seinem zweiten Auftritt des diesjĂ€hrigen Millionen-Events wirkte Zverev von Beginn an entschlossen und spielte aggressiv. Auffallend oft rĂŒckte die deutsche Nummer eins offensiv ans Netz vor. Da aber auch Ruud nach zuvor schwachen Wochen glĂ€nzend aufschlug, war der Hamburger zunĂ€chst weit davon entfernt, sich eine Breakchance zu erarbeiten.

Im ersten Satz lief der Olympiasieger von 2021 so stĂ€ndig einem RĂŒckstand hinterher und war bei 4:5 in einer brenzligen Situation, als er gegen den Satzverlust servierte. Doch Zverev hielt dem Druck stand und gewann auch bei 5:6 unaufgeregt sein Aufschlagspiel. Die logische Folge des Satzverlaufs war der Tiebreak, den Zverev dann mit erfolgreichen Volleys dominierte. 

Auch der zweite Abschnitt verlief lange ausgeglichen, ehe sich Ruud eine kurze SchwÀchephase erlaubte und Zverev die Chance zum Break zum 5:3 nutzte.

Alcaraz vermasselte Zverev in Paris den Grand-Slam-Triumph 

FĂŒnf Monate nach dem dramatisch verlorenen French-Open-Finale und dem geplatzten Grand-Slam-Traum kommt es fĂŒr Zverev zum ersten Wiedersehen mit Alcaraz. Der Spanier trotzte bei seinem zweiten Auftritt im Pala Alpitour seinen gesundheitlichen Problemen und meldete sich mit einem 6:3, 7:6 (10:8) gegen den Russen Rubljow zurĂŒck. 

Um besser Luft zu bekommen, spielte Wimbledon-Gewinner Alcaraz mit einem pinkfarbenen Nasenpflaster. Er habe sich kaum besser gefĂŒhlt als beim verlorenen Auftakt. «Wahrscheinlich ein bisschen besser, aber nicht zu sehr», sagte die Nummer drei der Welt, «ich habe versucht zu vergessen, dass ich mich nicht gut fĂŒhle.» 

So wirkt Zverev am Ende einer Tennis-Saison mit etlichen gesundheitlichen RĂŒckschlĂ€gen fitter als sein nĂ€chster Kontrahent. Die deutsche Nummer eins hatte in den vergangenen Tagen erklĂ€rt, sich nach seiner LungenentzĂŒndung «gesĂŒnder» und «okay» zu fĂŒhlen, die Lunge sei aber noch nicht bei 100 Prozent.

@ dpa.de