Umfrage: KrankenhÀuser mit wirtschaftlichen Problemen
27.12.2024 - 12:11:18Die wirtschaftliche Lage der deutschen KrankenhĂ€user ist laut einer Umfrage so schlecht wie seit zwei Jahrzehnten nicht mehr. So haben 61 Prozent der befragten HĂ€user nach eigenen Angaben im Jahr 2023 Verluste gemacht, 9 Prozent meldeten ein ausgeglichenes Ergebnis und 30 Prozent einen Ăberschuss.Â
Das geht aus einer in Berlin veröffentlichten Umfrage im Auftrag unter anderem der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) hervor, ĂŒber die zuvor das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet hatte. Die Befragung wird jĂ€hrlich durchgefĂŒhrt, die Werte sind die schlechtesten seit 2003. Bei 64 Prozent der befragten HĂ€user hat sich das Jahresergebnis demnach zuletzt verschlechtert.Â
Die Situation hat sich aus Sicht der befragten KrankenhĂ€user im laufenden Jahr weiter verschlechtert. FĂŒr 2024 erwarteten sogar 79 Prozent ein negatives Ergebnis, 11 Prozent ein ausgeglichenes Ergebnis und 10 Prozent einen Ăberschuss.Â
Belastend wirken sich der Umfrage zufolge besonders Preissteigerungen bei Personal- und Sachkosten aus. Es fehle an der Förderung von Investitionen, bemĂ€ngelte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald GaĂ. Auch die Teuerungsrate schlage zu Buche. «Kliniken dĂŒrfen ihre Preise nicht eigenverantwortlich an die Inflation anpassen, haben aber dieselben erhöhten Ausgaben wie alle anderen Wirtschaftszweige.» Er warnte vor negativen Auswirkungen auf die Versorgung.
Der Sozialverband Deutschland nannte die Zahlen besorgniserregend. Die Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier lobte die jĂŒngst beschlossene Krankenhausreform als Schritt in die richtige Richtung, nun mĂŒsse es aber weitergehen.Â
Das «Krankenhaus Barometer» hat das Deutsche Krankenhausinstitut erstellt, das unter anderem von der DKG getragen wird. Die Ergebnisse beruhen den Angaben zufolge auf einer reprĂ€sentativen Umfrage unter AllgemeinkrankenhĂ€usern mit mindestens 100 Betten, die zwischen Mitte Mai und Mitte August durchgefĂŒhrt wurde. Demnach haben sich 366 KrankenhĂ€user beteiligt.


