Söder besucht Israel: Zeichen der SolidaritÀt
10.12.2023 - 05:19:24 | dpa.deKnapp zwei Monate nach dem Terrorangriff der Hamas und dem damit verbundenen Beginn des Krieges will CSU-Chef Markus Söder in der kommenden Woche Israel besuchen. «Wir wollen uns vor Ort einen Eindruck verschaffen und nach den schrecklichen Terrorangriffen der Hamas auch reale UnterstĂŒtzung leisten», sagte der bayerische MinisterprĂ€sident der Deutschen Presse-Agentur in MĂŒnchen. Am Mittwoch will Söder, begleitet von einer kleinen Delegation nach Tel Aviv fliegen und anschlieĂend nach Jerusalem weiterreisen. Am Freitag will er wieder in Bayern zurĂŒck sein.
«Es ist eine bewusste Entscheidung, dass die erste Auslandsreise nach meiner Wiederwahl nach Israel fĂŒhrt. Das ist mir persönlich ein Herzensanliegen - und es ist auch bayerische StaatsrĂ€son, SolidaritĂ€t mit Israel zu zeigen», betonte Söder. Die Reise solle auch nochmals klar betonen, dass Bayern fest an der Seite Israels und jĂŒdischen Lebens steht. «Es war ein Wunsch aus Israel, dass wir kommen - und diesem kommen wir sehr gerne nach. Wir zeigen SolidaritĂ€t mit dem Staat, mit den Opfern und geben mit dieser Reise ein klares Bekenntnis ab.»
Details zum Programm kann und will die Staatskanzlei auch aus SicherheitsgrĂŒnden nicht veröffentlichen. «Wir werden hochkarĂ€tige politische GesprĂ€che fĂŒhren und einen Kibbuz besuchen, um das AusmaĂ der Zerstörung zu sehen und uns mit Opfern auszutauschen», sagte Söder. Bayern leiste nicht nur verbale, sondern auch konkrete Hilfe fĂŒr ein Projekt zur Betreuung traumatisierter Kinder und Jugendlicher. Welche Politiker Söder treffen wolle, lieĂ er ebenso offen wie den genauen Namen des Kibbuz. Wegen der unsicheren Kriegslage steht die Reise unter hohen Sicherheitsauflagen. Obwohl Söder schon öfter privat als Politiker in Israel war, ist auch fĂŒr ihn die Reise ins Kriegsgebiet etwas Besonderes.
DarĂŒber hinaus sieht Söder die Reise als klares Zeichen gegen jede Form von Judenhass und Judenfeindlichkeit: «Wir bekennen uns zum Kampf gegen Antisemitismus. Deshalb werden wir ein neues Abkommen mit Yad Vashem schlieĂen, um die Erinnerungskultur weiter zu verbessern.» Die Reise sei ein Zeichen fĂŒr die jĂŒdische Gemeinschaft in Bayern und Deutschland als auch eine Botschaft fĂŒr die Menschen im Staate Israel. Söder sieht den Freistaat in einer besonderen Verantwortung: «Seit dem Olympia-Attentat 1972 gibt es eine besonders enge historische Verbindung zwischen Israel und Bayern. Wir fĂŒhlen uns jĂŒdischem Leben mit einem Schutzversprechen besonders verpflichtet.»
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