SteuerschÀtzung, Habeck

SteuerschÀtzung: Habeck pocht auf weitere kraftvolle Anstrengungen

24.10.2024 - 18:54:42

Angesichts der milliardenschweren Mindereinnahmen fĂŒr den Fiskus, mit denen der Arbeitskreis "SteuerschĂ€tzung" rechnet, hat Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (GrĂŒne) auf weitere Anstrengungen zur StĂ€rkung der Wirtschaft gepocht.

"Die Ergebnisse der SteuerschĂ€tzung spiegeln vor allem die Mindereinnahmen infolge der aktuellen wirtschaftlichen SchwĂ€che wieder", erklĂ€rte Habeck am Donnerstag. "Umso wichtiger ist es jetzt, die verabredeten Maßnahmen der Wachstumsinitiative weiter konsequent und zĂŒgig umzusetzen, um die strukturellen Herausforderungen anzupacken und die erwartete wirtschaftliche Erholung zu unterstĂŒtzen." Das scheint seiner EinschĂ€tzung nach allerdings nicht ausreichend zu sein.

"Angesichts der erheblichen Investitionserfordernisse in die Infrastruktur, die digitale Transformation und die klimaneutrale Modernisierung Deutschlands, verbunden mit der InvestitionsschwĂ€che, sind fĂŒr eine deutliche Trendumkehr darĂŒber hinaus jedoch weitere kraftvolle Anstrengungen notwendig, um die Investitionsdynamik wirksam zu erhöhen", sagte der Wirtschaftsminister, der am Mittwoch seine Idee eines milliardenschweren schuldenfinanzierten "Deutschlandfonds" vorgestellt hatte. Der Arbeitskreis "SteuerschĂ€tzung" hatte seine Erwartungen erneut krĂ€ftig nach unten geschraubt. FĂŒr das laufende Jahr 2024 rechnen die Experten des Gremiums nun nur noch mit einem Volumen von 941,6 Milliarden Euro aus dem gesamten Steueraufkommen fĂŒr Bund, LĂ€nder, Gemeinden und EU-Steuern, und damit noch einmal knapp neun Milliarden Euro weniger als noch in der Mai-SchĂ€tzung erwartet. Auch in den weiteren Jahren sind laut des SchĂ€tzergremiums konstant weniger Einnahmen zu erwarten als im FrĂŒhjahr prognostiziert. So sollen Bund, LĂ€ndern und Gemeinden von 2024 bis 2028 insgesamt gut 38 Milliarden Euro weniger an Steuereinnahmen zur VerfĂŒgung stehen, zusĂ€tzlich sollen auch die EU-Steuern im gleichen Zeitraum um 20 Milliarden Euro niedriger ausfallen. Im Durchschnitt ergeben sich so jĂ€hrlich 11,6 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen als im Mai noch kalkuliert.

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