DGB kritisiert Zinserhöhungen der EZB
29.07.2023 - 00:04:15 | dts-nachrichtenagentur.de"Die aktuellen Zahlen sind ein Warnschuss fĂŒr Bundesregierung und EuropĂ€ische Zentralbank", sagte DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Samstagausgaben) mit Blick auf die vom Statistischen Bundesamt vorgelegten Daten zum Bruttoinlandsprodukt. "Es zeigt sich, dass die EuropĂ€ische Zentralbank bei den Zinserhöhungen ĂŒbertreibt und das Wachstum abwĂŒrgt", kritisierte Körzell.
"Sie muss endlich auch ihre Verantwortung fĂŒr den Erhalt von ArbeitsplĂ€tzen erkennen." Auch das FDP-gefĂŒhrte Finanzministerium sieht er in der Pflicht. "Deutschland steht beim Wirtschaftswachstum schlechter da, als viele vergleichbare Industriestaaten", bemĂ€ngelte der Gewerkschafter. Insbesondere das Bundesfinanzministerium bremse die Konjunktur hierzulande durch den verordneten Sparkurs zusĂ€tzlich. "Es ist ein Fehler, in Krisenzeiten an der Schuldenbremse festzuhalten", sagte Körzell. "Stattdessen braucht es eine massive Ausweitung der öffentlichen Investitionen in Infrastruktur, Sozialstaat und die sozial-ökologische Transformation der Wirtschaft", forderte er. "Das stabilisiert kurzfristig Konjunktur und Arbeitsmarkt und sorgt langfristig fĂŒr eine moderne und zukunftsfĂ€hige Wirtschaft und Gesellschaft."
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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