Apothekerverband, Antibiotika-SĂ€fte

Apothekerverband: Antibiotika-SĂ€fte fĂŒr Kinder werden knapp

Veröffentlicht am: 01.02.2024 um 07:14 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS
Der Apothekerverband sorgt sich wegen der Ausbreitung sogenannter Mykoplasmen-Bakterien.
Apotheke (Archiv) - Bild: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Kinderarztpraxen und Kinderkliniken berichten von ungewöhnlich vielen und teilweise auch schwer verlaufenden Infektionen, die durch Mykoplasmen (Mykoplasma pneumoniae) ausgelöst werden, der ungewöhnlich starke Anstieg der Mykoplasma-Infektionen wird aktuell in ganz Europa beobachtet und zuvor bereits schon in China", sagte Thomas Preis, Chef des Apothekerverbands Nordrhein, der "Rheinischen Post". Das Problem ist der Mangel an Antibiotika: "Mykoplasma pneumoniae ist ein altbekanntes Bakterium, das sehr gut mit Makrolid-Antibiotika bekĂ€mpft werden kann, aber gerade bei AntibiotikasĂ€ften fĂŒr Kinder kommt es weiterhin teilweise zu massiven Lieferproblemen", kritisiert Preis. Die LieferengpĂ€sse verschĂ€rfen sich laut Preis insgesamt. "Auf der offiziellen Lieferengpassliste des Ministeriums stehen 500 Medikamente, die nicht zu bekommen sind. Anfang der Woche gab es an einem Tag 27 neue Meldungen - davon waren neun Antibiotika-SĂ€fte fĂŒr Kinder", sagte er. Auch das E-Rezept ist ein Problem: "Besonders im Nacht- und Notdienst bereiten uns die EngpĂ€sse bei den Antibiotika-SĂ€ften fĂŒr Kinder große Sorgen, denn dann ist die RĂŒcksprache mit behandelnden Ärzten oft nicht möglich. Hinzu kommen weiterhin viele Probleme mit dem E-Rezept. Das grĂ¶ĂŸte Ärgernis fĂŒr Patienten und Apotheken sind von der Arztpraxis erst zeitversetzt signierte E-Rezepte."

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