SparplĂ€ne fĂŒr lĂ€ndlichen Raum stoĂen auf hefigen Protest
04.08.2023 - 14:02:24Die vom Bundeskabinett geplanten KĂŒrzungen bei Fördermitteln fĂŒr den lĂ€ndlichen Raum werden von sieben BundeslĂ€ndern kategorisch abgelehnt.
«Die LĂ€nder sehen mit den geplanten KĂŒrzungen seitens des Bundes die verfassungsrechtlichen Grundfesten der GAK (Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und KĂŒstenschutz) erschĂŒttert», heiĂt es in einem Schreiben der Agrarminister von Baden-WĂŒrttemberg, Bayern, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein an Bundeslandwirtschaftsminister Cem Ăzdemir (GrĂŒne). Der Brief liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.
Warnung vor «erheblichen EinbrĂŒchen»
«Die KĂŒrzungsvorschlĂ€ge des Bundeskabinetts sind fĂŒr die LĂ€nder nicht hinnehmbar und könnten das Vertrauen in die VerlĂ€sslichkeit der Politik massiv beschĂ€digen, heiĂt es weiter in dem Schreiben. Die sieben LĂ€nder fordern Ăzdemir auf, die KĂŒrzungen bei den weiteren Beratungen im Bundestag zu verhindern. Ansonsten drohten «erhebliche EinbrĂŒche» im Bereich der lĂ€ndlichen Entwicklung, mehrjĂ€hrigen Vorhaben mĂŒsse ein Bewilligungsstopp erteilt werden.
«Die Bundesregierung widerspricht ihrem eigenen Koalitionsvertrag», sagte Bayerns Agrarministerin Michaela Kaniber (CSU). Statt mehr Geld fĂŒr die lĂ€ndlichen RĂ€ume oder den Ăkolandbau plane sie nun massive KĂŒrzungen der Bundesmittel. Ăzdemir hĂ€tte besser seine «unausgegorenen und fĂŒr die Praxis fragwĂŒrdigen Bundesprogramme aufgegeben und die LĂ€nder weiterhin bei deren MaĂnahmen fĂŒr den lĂ€ndlichen Raum tatkrĂ€ftig unterstĂŒtzen mĂŒssen». So lasse er die LĂ€nder, die lĂ€ndlichen RĂ€ume und den Ăkolandbau im Stich.


