KĂŒrzungen fĂŒr humanitĂ€re Hilfe - «Budget schlagkrĂ€ftig»
06.09.2023 - 16:29:11Trotz massiver KĂŒrzungen der Mittel fĂŒr humanitĂ€re Hilfe und KrisenprĂ€vention im Haushaltsentwurf 2024 soll dies weiter ein Schwerpunkt deutscher AuĂenpolitik bleiben.
Das kĂŒndigte AuĂenministerin Annalena Baerbock (GrĂŒne) heute in den Haushaltsberatungen des Bundestags an. «Auf der ganzen Welt gehen fast 800 Millionen Menschen jede Nacht hungrig ins Bett. Deswegen war es mir wichtig, dass wir weiterhin ein schlagkrĂ€ftiges Budget fĂŒr humanitĂ€re Hilfe haben - mit einem pragmatischen Ansatz, der es uns erlaubt, schnell zu handeln.»
PrÀvention vor weiteren Krisen
Der Haushaltsentwurf sieht vor, die Mittel hierfĂŒr im kommenden Jahr um ein Drittel zurĂŒckzufahren - von 3,33 Milliarden Euro auf 2,2 Milliarden Euro. Der gesamte Etat des AuswĂ€rtigen Amtes soll von 7,48 im laufenden auf 6,16 Milliarden Euro im kommenden Jahr sinken.
Baerbock sprach im Bundestag von «gewaltigen Einschnitten» bei den Mitteln fĂŒr humanitĂ€re Hilfe. «Aber wir haben uns in der Koalition gemeinsam darauf verstĂ€ndigt, dass wir SpielrĂ€ume nutzen werden, um ad hoc auf neue Krisen mit humanitĂ€rer Hilfe reagieren zu können.»
Es gehe um «die verletzlichsten Menschen auf der Welt», sagte der SPD-AuĂenpolitiker Frank Schwabe. HumanitĂ€re Hilfe sei am Ende «die PrĂ€vention vor weiteren Krisen, die PrĂ€vention vor Kriegen und auch die PrĂ€vention vor irregulĂ€rer Migration». Die KĂŒrzung sei bitter. «Und gleichzeitig will ich aber auch deutlich machen, dass Deutschland sich in den letzten Jahren zu einer wahrhaftigen Weltmacht im Bereich der humanitĂ€ren Hilfe entwickelt hat.» Es sei international nach den USA die zweitgröĂte Gebernation. «Wir bleiben das auch.»


