Landtag, Söder

Landtag wÀhlt Söder erneut zum MinisterprÀsidenten

31.10.2023 - 11:21:40 | dpa.de

Bayerns alter MinisterprÀsident ist auch der neue Regierungschef. Wie erwartet hat der bayerische Landtag den Franken Markus Söder erneut an die Spitze der Staatsregierung gewÀhlt.

CSU-Chef Markus Söder ist erneut als bayerischer MinisterprÀsident gewÀhlt worden. - Foto: Peter Kneffel/dpa
CSU-Chef Markus Söder ist erneut als bayerischer MinisterprÀsident gewÀhlt worden. - Foto: Peter Kneffel/dpa

Etwas mehr als drei Wochen nach der Landtagswahl ist Markus Söder erneut zum bayerischen MinisterprĂ€sidenten gewĂ€hlt worden. Der CSU-Chef erhielt im Landtag in MĂŒnchen in der geheimen Abstimmung mit 120 Ja-Stimmen die notwendige einfache Mehrheit der Stimmen. Insgesamt hatten 198 Abgeordnete ihre Stimmen abgegeben, 76 stimmten gegen Söder, es gab zwei Enthaltungen.

Söders Wahl war der einzige Tagesordnungspunkt bei der Sitzung. Dank der stabilen Mehrheit von CSU und Freien WĂ€hlern ist die Neuwahl Söders eine reine Formalie. Die beiden Regierungsfraktionen verfĂŒgen gemeinsam ĂŒber 122 der insgesamt 203 Abgeordneten - zwei Abgeordnete von CSU und Freien WĂ€hlern fehlten bei der Abstimmung.

Seit 2018 im Amt

FĂŒr Söder ist es bereits die dritte Wahl zum MinisterprĂ€sidenten. Erstmals wurde er im MĂ€rz 2018 als Nachfolger von Horst Seehofer in das Amt gewĂ€hlt. Damals stellte die CSU noch die absolute Mehrheit an Abgeordneten. Nach der Landtagswahl im darauffolgenden Oktober wurde Söder dann im November zum zweiten Mal gewĂ€hlt, dieses Mal bereits mit Stimmen von den mit der CSU regierenden Freien WĂ€hlern. In der geheimen Abstimmung entfielen 110 Ja-Stimmen und 89 Nein-Stimmen bei drei Enthaltungen auf Söder, der damit im ersten Wahlgang die notwendige einfache Mehrheit der abgegebenen gĂŒltigen Stimmen erzielte.

Die Regierungsbildung ist damit in Bayern aber noch nicht abgeschlossen. In der kommenden Woche, am 8. November, soll im Landtag noch das neue Kabinett vereidigt werden. Wer fĂŒr die CSU ins Kabinett einzieht, wurde bisher nicht offiziell verkĂŒndet.

Die Freien WÀhler hatten ihrerseits bereits am vergangenen Donnerstag nach der Unterzeichnung des Koalitionsvertrages mitgeteilt, dass neben Parteichef Hubert Aiwanger (Wirtschaft), Thorsten Glauber (Umwelt) auch Anna Stolz (Kultus) und Fabian Mehring (Digitales) einen Ministerposten erhalten werden. Tobias Gotthard soll neuer WirtschaftsstaatssekretÀr werden.

Söder wirbt um Fairness unter Demokraten

Nach seiner Wiederwahl hat Söder im bayerischen Landtag fĂŒr Geschlossenheit und Fairness unter den Demokraten geworben. Je ernster die Zeiten und je schwerer die Herausforderungen seien, desto wichtiger sei es, dass Demokraten zusammenhalten, sagte der CSU-Chef in seiner ersten Rede.

«Wir bewegen uns in ernsten Zeiten.» Es sei Aufgabe der Politik, den Menschen Halt und Hoffnung zu geben. Dabei mĂŒssten parteitaktische Überlegungen zurĂŒckstehen. «Wir sind in erster Linie fĂŒr die Menschen da und nicht fĂŒr uns.» In Anspielung auf die Corona-Krise in der vergangenen Wahlperiode betonte er: «In schwersten Zeiten war der Zusammenhalt hier mit großen Teilen der Opposition am grĂ¶ĂŸten.»

Mit Blick auf die neue Legislaturperiode kĂŒndigte Söder eine Politik an, die großen Wert auf die Freiheit der Menschen lege. «Wir werden alles dafĂŒr tun, dass dieses Bayern seinen Charakter als starkes, stabiles Land, als moderne Demokratie auch weiter behĂ€lt.»

Das Motto «Leben und leben lassen» werde auch in Zukunft in Bayern gelten. Söder dankte den Abgeordneten fĂŒr seine Wahl: Es sei ihm eine große Ehre das Vertrauen der großen Mehrheit des Landtags zu genießen. Die Regierung werde alle Erwartungen der WĂ€hler erfĂŒllen.

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