Polizei löst «PalÀstina-Kongress» in Berlin auf
12.04.2024 - 17:47:01 | dpa.de
Die Berliner Polizei hat den umstrittenen «PalĂ€stina-Kongress» in Berlin rund zwei Stunden nach Beginn aufgelöst. Das teilte ein Beamter den bis zu 250 Kongressteilnehmern am frĂŒhen Abend mit und forderte sie auf, den Saal zu verlassen. Zuvor hatten die Beamten die Veranstaltung bereits vorlĂ€ufig unterbrochen. Grund sei eine per Video ĂŒbertragene Rede eines Mannes, fĂŒr den in Deutschland ein politisches BetĂ€tigungsverbot gilt, hieĂ es. Die Organisatoren behielten sich am Freitagabend zunĂ€chst vor, rechtliche Schritte gegen den Abbruch der ursprĂŒnglich bis Sonntag geplanten Veranstaltung einzuleiten.
Als der Mann zu den bis zu 250 Kongressteilnehmern sprach, schritt die Polizei mit etlichen Beamten ein, kappte die Ăbertragung und schaltete den Strom zeitweise ab. Die Teilnehmer des Treffens reagierten darauf und auf die offizielle Auflösung des Treffens mit lautstarken Unmutsbekundungen.
Zu dem dreitĂ€gigen internationalen Treffen unter dem Motto «Wir klagen an» hatten diverse propalĂ€stinensische Gruppen und Initiativen eingeladen. Darunter sind vor allem solche, die nach EinschĂ€tzung von Sicherheitsbehörden und Berliner Innenverwaltung dem israelfeindlichen «Boykott-Spektrum» zuzurechnen seien. Politik und Polizei hatten vor Beginn des Treffens ein konsequentes Eingreifen angekĂŒndigt, sollte es bei dem Treffen zu antisemitischen ĂuĂerungen oder Straftaten kommen.
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