Berlin drÀngt auf Nachbesserungen bei EU-PlÀnen zur Chatkontrolle
19.06.2024 - 13:49:40
"FĂŒr die Bundesregierung hat der Kampf gegen sexuellen Missbrauch, gegen sexualisierte Gewalt gegenĂŒber Kindern und Jugendlichen weiterhin höchste PrioritĂ€t", sagte ein Regierungssprecher am Mittwoch in Berlin.
Deswegen habe die Bundesregierung den Kommissionsentwurf fĂŒr die sogenannte CSA-Verordnung von Anfang an als ein "wichtiges gemeinsames europĂ€isches Vorgehen" begrĂŒĂt, welches "klare und auch dauerhafte Rechtsgrundlagen" schaffe. Gleichzeitig mĂŒsse der Entwurf aus Sicht der Bundesregierung aber weiterhin "an einigen Stellen deutlich nachgeschĂ€rft werden, damit er fĂŒr die Bundesregierung zustimmungsfĂ€hig wird", so der Sprecher weiter.
Ein hohes Datenschutzniveau, ein hohes MaĂ an Cybersicherheit einschlieĂlich einer "durchgĂ€ngigen und sicheren Ende-zu-Ende-VerschlĂŒsselung in der elektronischen Kommunikation" sei fĂŒr die Bundesregierung "unerlĂ€sslich".
Man berate derzeit noch, wie man am Ende abstimmen werde. Die umstrittenen PlĂ€ne sehen unter anderem vor, Betreiber von Messengerdiensten unter bestimmten UmstĂ€nden zu verpflichten, versendete Bilder auf kinderpornografisches Material zu scannen. Kritiker beklagen, dass das Instrument einen Schritt zur MassenĂŒberwachung darstellt. Dem Vernehmen nach wĂ€re eine "Chatkontrolle" mit Ende-zu-Ende-VerschlĂŒsselung, auf deren Beibehaltung die Bundesregierung besteht, nicht möglich.


