BVB, Kehl

BVB will zusammenstehen - Mit Kehl und Sahin in die Zukunft

24.11.2024 - 15:27:46 | dpa.de

Bei der Mitgliederversammlung von Borussia Dortmund gibt es Lob und positive Signale in Richtung von Trainer Sahin und Sportdirektor Kehl. Hitzig wird es vor allem bei einem Thema.

  • Sportdirektor Sebastian Kehl (links) und Trainer Nuri Sahin waren ebenfalls anwesend - Foto: Bernd Thissen/dpa
    Sportdirektor Sebastian Kehl (links) und Trainer Nuri Sahin waren ebenfalls anwesend - Foto: Bernd Thissen/dpa
  • Auch am Rande der Mitgliederversammlung gab es Kritik am BVB-Deal mit Rheinmetall - Foto: Bernd Thissen/dpa
    Auch am Rande der Mitgliederversammlung gab es Kritik am BVB-Deal mit Rheinmetall - Foto: Bernd Thissen/dpa
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FĂŒr den Ausbau der beeindruckenden Heimserie bedankten sich die Mitglieder von Borussia Dortmund mit warmem Applaus. Trainer Nuri Sahin und seine Mannschaft wurden nach dem 4:0 gegen den SC Freiburg freundlich empfangen, turbulenter wurde es auf der Mitgliederversammlung diesmal nur abseits der sportlichen Lage. 

Denn diese hat sich nach dem achten Erfolg im achten Pflichtspiel zuhause etwas entspannt. «Ihr habt gestern mal ungefĂ€hr wieder gezeigt, was unsere Benchmark ist», lobte Clubchef Hans-Joachim Watzke in seiner Rede das Team. «Das ist das, was ich mir auch fĂŒr die nĂ€chsten Wochen wĂŒnsche.» Und damit vor allem fĂŒr das mit Spannung erwartete Duell mit dem FC Bayern am nĂ€chsten Samstag. 

ZunĂ€chst aber muss der BVB in der Champions League am Mittwoch bei Dinamo Zagreb ran, erst dann folgt das Highlight gegen den Rekordmeister. Zur Wahrheit gehört allerdings, dass der deutsche Klassiker diesmal von einem echten Topspiel weit entfernt ist. Wegen seiner desaströsen AuswĂ€rtsbilanz liegt der BVB in der Tabelle schon jetzt zehn Punkte hinter den MĂŒnchnern, die ungeschlagen an der Tabellenspitze thronen. 

Kritik am Rheinmetall-Deal

«Lieber Aki», wandte sich ein Mitglied zur Erheiterung der mehr als 1000 Anwesenden an Vereinsboss Watzke. «Im Stadion habe ich mich gefragt, ob du, wenn du eh schon in den Gremien der DFL vorstellig wirst, nicht nachfragen kannst, ob wir nicht einfach alle unsere 34 Bundesliga-Spiele im heimischen Westfalenstadion ausrichten dĂŒrfen.»

Ansonsten blieb am Sonntag nicht viel Raum fĂŒr Scherze. Nach dem umstrittenen Sponsorendeal mit Rheinmetall kritisierten mehrere Mitglieder unter Applaus das Zustandekommen und die Kommunikation rund um den Rheinmetall-Deal. SpĂ€ter stimmte eine absolute Mehrheit der anwesenden Mitglieder fĂŒr ein schnellstmögliches Ende des Deals sowie dafĂŒr, dass dieser nicht ĂŒber die dreijĂ€hrige Laufzeit hinaus verlĂ€ngert wird. Rechtlich bindend ist der Antrag fĂŒr die GeschĂ€ftsfĂŒhrung nicht.

«Das Wichtigste ist, dass wir unterschiedliche Meinungen und Ansichten mit Anstand und Respekt austragen können», sagte Watzke. «Es war eine harte Entscheidung. Eine Entscheidung, die mir persönlich auch sehr viel abverlangt hat. Aber ich stehe dazu.» DarĂŒber hinaus gab es kritische Fragen auch in Bezug auf sportliche Entscheidungen, etwa, warum der BVB im Sommer Routinier Mats Hummels hat ziehen lassen. 

Den Großteil parierte die VereinsfĂŒhrung souverĂ€n. Es gab sogar eine Antwort auf die Frage, ob der auslaufende Vertrag von Sportdirektor Sebastian Kehl verlĂ€ngert werden soll. «Es ist mein Wunsch, auch mit dir den Weg weiterzugehen», sagte Sport-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Lars Ricken in Richtung von Kehl. Das aktuelle Arbeitspapier des 44-JĂ€hrigen lĂ€uft im Sommer 2025 aus. 

Trotz des durchwachsenen Saisonstarts will Ricken auch den Weg mit Trainer Sahin langfristig gehen. «Wir haben mit Nuri, glaube ich, einen Top-Trainer, der mit jedem Spiel und jeder schwierigen Situation zu einem noch besseren Trainer wird», sagte Ricken. Am liebsten aber wĂŒrde der BVB zunĂ€chst gar nicht mehr in schwierige Situationen geraten, so wie es zuletzt nach fast jedem AuswĂ€rtsspiel der Fall gewesen war.

Guirassy-RĂŒckkehr weiter offen

Vor dem Klassiker gegen die Bayern soll der erste Schritt dafĂŒr am Mittwoch in Zagreb gegangen werden. Ob dann der erkrankte Serhou Guirassy wieder dabei ist, ist noch offen. Gegen Freiburg hatten Maximilian Beier (7.), Felix Nmecha (40.), Julian Brandt (66.) und Jamie Gittens (77.) den TorjĂ€ger mit ihren Treffern erfolgreich gemeinsam vertreten. 

«Das war eine sehr erwachsene Leistung», sagte der aktuell gesperrte KapitĂ€n Emre Can am Rande der Versammlung. «Zuhause sind wir eine Macht, das wissen wir.» Und genau das soll auch die Basis fĂŒr die angepeilte Aufholjagd der Borussia in der Bundesliga sein. Wenn dann auch noch AuswĂ€rtssiege dazu kommen, könnte diese tatsĂ€chlich gelingen.

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