Dreckiges, Wasser

Dreckiges Wasser bei WM: Coach kritisiert Absage-Zeitpunkt

15.07.2025 - 04:55:09

Bei der Schwimm-WM bringt miese WasserqualitÀt den Zeitplan durcheinander. Das erste Freiwasserrennen in Singapur wird verschoben. Die Schwimmerinnen erfahren davon erst nach dem Aufstehen.

  • Hier sollte heute Morgen eigentlich geschwommen werden. - Foto: Thomas Eßer/dpa

    Thomas Eßer/dpa

  • Lea Boy wollte eigentlich heute Morgen um eine WM-Medaille schwimmen. - Foto: Alfredo Falcone/Zuma Press/dpa

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Hier sollte heute Morgen eigentlich geschwommen werden. - Foto: Thomas Eßer/dpaLea Boy wollte eigentlich heute Morgen um eine WM-Medaille schwimmen. - Foto: Alfredo Falcone/Zuma Press/dpa

Bundestrainer Bernd Berkhahn hat die sehr kurzfristige Verschiebung des Freiwasserrennens seiner Schwimmerinnen bei der WM kritisiert. «Warum so eine Meldung erst so spÀt in der Nacht veröffentlicht wird, kann ich nicht nachvollziehen», sagt der 54-JÀhrige in Singapur.

Dort war der eigentlich fĂŒr heute 8 Uhr Ortszeit angesetzte Wettkampf (2 Uhr/MESZ) ĂŒber zehn Kilometer wegen schlechter WasserqualitĂ€t um einen Tag verschoben worden. Berkhahn und seine Schwimmerinnen erfuhren aber erst am frĂŒhen Morgen davon. Die Mitteilung zur Verschiebung kam gut sieben Stunden vor dem geplanten Start - also mitten in der Nacht.

Erinnerungen an Olympia

Die Verschiebung sei im Interesse der Sicherheit der Athletinnen erfolgt, teilte der Weltverband World Aquatics mit. «WĂ€hrend die Tests in den letzten Tagen immer wieder gezeigt haben, dass die WasserqualitĂ€t am Austragungsort die von World Aquatics festgelegten Grenzwerte einhĂ€lt, haben die Analysen der am 13. Juli entnommenen Proben diese Grenzwerte ĂŒberschritten», heißt es in der Mitteilung.

«Wenn die WasserqualitĂ€t nicht stimmt, kann es keine Rennen geben», wurde Christian Hansmann, Vorstand Leistungssport, im Verbandsmagazin des Deutschen Schwimm-Verbands zitiert. «Beim Freiwasserschwimmen hĂ€ngt ein Start immer auch von den Ă€ußeren UmstĂ€nden ab. Von den Olympischen Spielen in Paris im vergangenen Jahr sind wir solche Verschiebungen gewohnt und wissen damit umzugehen.»

MĂ€nner- und Frauenrennen nun direkt nacheinander angesetzt

Bei Olympia hatte die WasserqualitĂ€t der Seine immer wieder fĂŒr Diskussionen gesorgt. Mehrere Sportlerinnen und Sportler hatten nach ihren WettkĂ€mpfen von gesundheitlichen Problemen berichtet.

Am Palawan Beach in Singapur soll das Frauenrennen nun in der deutschen Nacht auf Mittwoch nachgeholt werden. Sofern die WasserqualitÀt dann wieder stimmt, sind um 1.30 Uhr (MESZ) die MÀnner mit Florian Wellbrock und Oliver Klemet dran. Um 4.15 Uhr sollen die Frauen mit Lea Boy und Jeannette Spiwoks starten.

@ dpa.de